Genauere Pollendaten in Bayern

Am Mittwoch, 22. Mai, ging ein neues System zur Pollenüberwachung in Bayern in Betrieb: das elektronische Polleninformationsnetzwerk ePIN. Darüber können Menschen mit Allergie ab sofort die aktuelle Pollenbelastung standortspezifisch online abrufen.

Melanie Huml, bayer. Gesundheitsministerin, und Prof. Dr. Jeroen Buters am Pollenmonitor des ZAUM - Quelle: StMGP

 

Ein Netz aus elektronischen Pollenmonitoren (ePIN) liefert für Bayern seit dem 22. Mai Daten zum Pollenflug beinahe in Echtzeit. Alle drei Stunden werden die Angaben zum Pollenflug aktualisiert und stehen auf der Website www.pollenflug.bayern.de der Öffentlichkeit zur Verfügung.

So bekommen Menschen mit Heuschnupfen oder allergischem Asthma genauere Daten als bisher, und können ihr Verhalten und ihre Medikation besser an den Pollenflug anpassen.

 

 

Testbetrieb startete in Garmisch vor einem Jahr

Seit rund einem Jahr läuft der erste elektronische Pollenmonitor des ePin-Netzwerks in Garmisch-Partenkirchen im Testbetrieb. Insgesamt stehen acht solche Messgeräte in Bayern. Die Standorte wurden so ausgewählt, dass der Pollenflug in Bayern möglichst gut abgebildet wird. Die Auswahl der acht 'ePIN'-Standorte basierte auf einer umfangreichen mehrjährigen Machbarkeitsstudie des Zentrums für Allergie und Umwelt (ZAUM) der Technischen Universität und des Helmholtz Zentrums München in Zusammenarbeit mit internationalen Experten.

Neben Garmisch stehen weitere Pollenmonitore in Viechtach, Marktheidenfeld, Altötting, Mindelheim und Hof. Die letzte Messstation in München ist im Aufbau – bis zu dessen Abschluss wird die wissenschaftliche Station der Technischen Universität München am Biederstein genutzt.

Darüber hinaus werden im Auftrag des bayerischen Umweltministeriums vier manuelle Pollenfallen in Bamberg, Münnerstadt (Landkreis Bad Kissingen), Oberjoch und auf der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus auf der Zugspitze weiter betrieben werden. Sie dienen sowohl der Erforschung des Klimas als auch der Entdeckung neuer, möglicherweise gesundheitlich relevanter Pollenarten und -veränderungen.

Das Netzwerk ePIN wurde im Auftrag des bayerischen Gesundheitsministeriums durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) aufgebaut und wird vom LGL weiter betrieben. Die Daten aus ePIN stehen ab sofort auch der Wissenschaft kostenfrei für weitere Forschungsfragen zur Verfügung.

In Bayern leiden nach LGL-Schätzungen über zwei Millionen Menschen an einer Allergie oder an Überempfindlichkeitsreaktionen. Von ihnen reagiert jede/r Zweite auf Pollen und davon wiederum etwa die Hälfte auf Baumpollen, die andere Hälfte auf Gräser- und Kräuterpollen. Über den Flug der Gräser- und Kräuterpollen kann ePIN dieses Jahr bereits informieren, die Saison der Birkenpollen ist bereits vorbei.

Quellen:

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit: „Elektronisches Polleninformationsnetzwerk Bayern (ePIN)“: https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/arbeitsplatz_umwelt/biologische_umweltfaktoren/bioaerosole/epin.htm

Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege, Nr. 59/GP, online. (abgerufen am 14.05.2019) https://www.stmgp.bayern.de/presse/huml-elektronisches-polleninformationsnetzwerk-startet-am-22-mai-bayerns/

 

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