Katzenimpfung gegen Katzenallergie

Die Möglichkeit, Allergien mit einer allergenspezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung) zu therapieren, ist schon lange bekannt. Neu ist der Ansatz, bei einer Katzenallergie nicht den Allergiker, sondern das Tier zu behandeln, das die Beschwerden hervorruft. Dies hat ein Forschungsteam nun versucht.
Mädchen spielt mit Katze

Bislang müssen Menschen mit Katzenallergie die Tiere meiden - © Alena Ozerova/fotolia.de

 

Bislang müssen Menschen mit einer Katzenallergie entweder den Kontakt zu den Tieren vermeiden oder ihre Beschwerden symptomatisch behandeln. Zur Wirksamkeit einer Hyposensibilisierung bei einer Katzenallergie gibt es nur wenige Daten. Nun haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen Impfstoff entwickelt, der das Hauptallergen (Majorallergen) Fel d 1 bereits in der Katze für Menschen mit Allergien unschädlich machen soll.

Dazu spritzten sie Katzen den Impfstoff drei Mal im Abstand von jeweils drei Wochen. In Blutproben konnten sie nachweisen, dass die Tiere daraufhin Antikörper gegen Fel d 1 gebildet hatten. Die Antikörper konnten an das Allergen der Katze binden. Zudem konnten die Forschenden zeigen, dass die Katzen weniger Allergene absonderten.

Das Wissenschaftsteam hofft, dass die Behandlung künftig allergischen Katzenbesitzern helfen kann, ihre Allergie-Symptome in den Griff zu bekommen, und den Tieren der Auszug aus ihrer gewohnten Umgebung erspart bleibt – damit wäre Mensch und Tier geholfen.

Vorher müssen jedoch weitere Untersuchungen die Wirksamkeit und Verträglichkeit des Impfstoffs bestätigen.

 

Quelle:

Thoms, F. et al.: Immunization of cats to induce neutralizing antibodies against Fel d 1, the major feline allergen in human subjects. In: J Allergy Clin Immunol, 2019, 44 (1): 193-203

 

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