26. März 2019
Neurodermitis

Hautkrankheit stört den Schlaf

Kinder mit Neurodermitis berichteten in einer Langzeitstudie über schlechte Schlafqualität. Auch der Schlaf ihrer Mütter war beeinträchtigt während der ersten elf Lebensjahre ihrer Kinder.

Mutter schläft neben ihrem schlafenden Baby

© Robert Kneschke - fotolia.com

Eine Langzeitstudie in England folgte knapp 14.000 Kindern und ihren Eltern vom ersten Lebensjahr an, im Durchschnitt elf Jahre lang. Nun analysierte ein Forschungsteam die Studiendaten im Hinblick auf folgende Frage: Beeinträchtigt Neurodermitis (atopisches Ekzem) die Schlafqualität von Kindern und Eltern?

Etwa jedes dritte Kind entwickelte innerhalb des Beobachtungszeitraums eine Neurodermitis. Die Gesamtschlafdauer unterschied sich nicht deutlich zwischen den Kindern mit und denen ohne die Hauterkrankung. Im Mittel schliefen die Betroffenen nur zwei Minuten weniger pro Tag. Die Qualität des Schlafs unterschied sich aber merklich. So erlebten die Kinder mit Neurodermitis eher Schlafstörungen als die anderen; ihr Risiko für schlechten Schlaf war etwa eineinhalbmal so hoch wie im Durchschnitt. Die Wahrscheinlichkeit für Schlafstörungen stieg mit der Schwere der Neurodermitis.

Die Schlafdauer und -qualität wurde während der Studie mehrmals per Fragebogen erfasst. Je nach Alter füllten die Eltern oder das Kind selbst den Bogen aus. Kriterien für die Schlafqualität waren Schwierigkeiten beim Ein- und Durchschlafen und Alpträume.

 

Auch die Mütter schlafen schlecht

Bei den Müttern der betroffenen Kinder ergab sich ein ähnliches Bild. Auch bei ihnen unterschied sich die Schlafdauer nicht wesentlich in Abhängigkeit davon, ob sie ein Kind mit oder ohne Neurodermitis  hatten. Mütter betroffener Kinder gaben eher als die anderen Mütter an, dass sie schlechter einschliefen, subjektiv nicht genug Schlaf bekämen und tagsüber erschöpft seien. Diese Beeinträchtigungen hielten während der Studiendauer an, also im Durchschnitt über elf Jahre.

Die Studienautor/innen schließen aus ihren Ergebnissen, dass Ärztinnen und Ärzte bei Kindern mit Neurodermitis und ihren Eltern auch nach Schlafqualität und Erschöpfung fragen sollten.

 

Quellen:

Ramirez F. D., et al.: Association of Atopic Dermatitis With Sleep Quality in Children. In: JAMA Pediatrics, online 4. März 2019. doi:10.1001/jamapediatrics.2019.0025

Ramirez F. D., et al.: Assessment of Sleep Disturbances and Exhaustion in Mothers of Children With Atopic Dermatitis. In: JAMA Dermatol. online 20. März 2019. doi:10.1001/jamadermatol.2018.5641

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