14. Mai 2019

Pollenbelastung bei der Geburt beeinflusst die Lungenfunktion

Geburtstag während der Gräserpollen-Saison? Das könnte ein schlechtes Omen für die Lungengesundheit sein. Laut den Ergebnissen einer Forschungsgruppe in Australien wirkt sich ein starker Pollenflug in den ersten Lebenswochen eines Kindes ungünstig auf seine Lungenfunktion als Teenager aus.

© Tomsickova/fotolia

Das Wissenschaftsteam wertete verschiedene Parameter der Lungenfunktion bei Jugendlichen im Alter von zwölf und 18 Jahren aus und glich diese mit der Pollenbelastung im Zeitraum von sieben Tagen und drei Monaten nach deren Geburt ab. Die Pollenkonzentration ermittelten die Forschenden mithilfe einer Pollenfalle auf dem Dach der Melbourne Universität. Alle teilnehmenden Kinder hatten mindestens einen Verwandten ersten Grades mit einer allergischen Erkrankung wie Asthma, Neurodermitis, Heuschupfen oder einer Lebensmittelallergie.

Gräserpollen setzen der Atmung langfristig zu

Bei 486 Kindern wurde im Alter von zwölf und 18 Jahren die Lungenfunktion geprüft. Für 320 davon lagen den Forscherinnen und Forschern Informationen zur Gräserpollen-Belastung vor.

War die Gräserpollen-Konzentration innerhalb der ersten sieben Lebenstage besonders hoch, reduzierte dies sowohl die Einsekundenkapazität (FEV1) als auch die forcierte Vitalkapazität (FVC) im Alter von zwölf Jahren deutlich. Im Alter von 18 Jahren zeigten sich noch Auswirkungen auf die FVC.

Die Forschungsgruppe schlussfolgert daraus, dass der frühe Kontakt mit Pollen eine der Komponenten darstellt, welche die Lungenfunktion für das ganze Leben mitbestimmen. Der Effekt der Pollen war vergleichbar mit dem Einfluss verkehrsbedingter Luftverschmutzung innerhalb des ersten Lebensjahres.

FEV1 und FVC kurz erklärt

Das forcierte exspiratorische Volumen oder auch Einsekundenkapazität – kurz FEV1 – gibt die maximale Luftmenge an, die innerhalb der ersten Sekunde nach vollständigem Einatmen unter stärkster Anstrengung schnellstmöglich ausgeatmet werden kann.

Die forcierte Vitalkapazität – kurz FVC – beschreibt, wie viel Luft nach kompletter Einatmung unter stärkster Anstrengung und schnellstmöglich maximal ausgeatmet werden kann.

Das Faktenpapier „Lungenfunktion“ des Lungeninformationsdienstes erklärt die verschiedenen Messwerte ausführlicher.

 

Quelle:

Lambert, KA. et al.: Pollen exposure at birth and adolescent lung function, and modification by residential greenness. In: Epidemiology and Genetics, 2019, DOI: 10.1111/all.13803

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