Anaphylaxie nach Insektenstich - Klinikbehandlung notwendig

Der häufigste Grund für das Auftreten einer mitunter lebensbedrohlichen Anaphylaxie bei Erwachsenen in Deutschland ist die allergische Reaktion auf einen Insektenstich. Schwere Anaphylaxien sind medizinische Notfälle, die adäquat in einer Klinik behandelt werden müssen. Nach der erfolgreichen Notfallbehandlung ist immer die weiterführende Behandlung bei einem oder einer Allergiespezialistin erforderlich, um künftig gefährliche Reaktionen möglichst zu verhindern. Dafür existieren detaillierte Leitlinien der nationalen und internationalen Fachgesellschaften.

Eine kleine Studie aus dem Jahr 2016 kam indes zu dem Ergebnis, dass die Empfehlungen dieser Leitlinien längst nicht immer befolgt werden.

Die Leitlinien empfehlen gefährdeten Patienten, ihre Notfallmedikamente immer bei sich zu tragen. Fast die Hälfte aller Patienten in der Studie bekannte, dies nie oder fast nie zu tun. Neben Vergesslichkeit war die unpraktische Größe des Adrenalin-Autoinjektors einer der meistgenannten Gründe.

Die allergenspezifische Immuntherapie (ASIT), auch Hyposensibilisierung genannt, ist in der Prävention von Insektengiftallergien außerordentlich erfolgreich. Sie hilft dadurch auch, künftige Anaphylaxien zu verhindern. Eine Schlüsselfunktion hat hier die Überweisung an einer allergologische Fachambulanz oder Facharztpraxis. Wer diese Überweisung nicht erhält, dem bleibt in der Regel auch der Zugang zur Hyposensibilisierung verschlossen.

Anaphylaxie nach Insektenstich – Symptome

Nahaufnahme Insektenfiftallergie -Wespe beim Stich

Bei einer schweren allergischen Reaktion reichen die Beschwerden von Hautreaktionen wie Juckreiz und/ oder Nesselausschlag über milde bis mäßige Herz-Kreislauf- oder Magen-Darmbeschwerden bis hin zu schwerer Atemnot und anaphylaktischem Schock. …weiter

Auslöser finden

Allergenlösungen werden mit einem leichten Stich auf dem Unterarm aufgebracht

Allergietests sollen immer stattfinden, wenn nach dem Stich mehr als eine leichte lokale Reaktion spürbar war. Sinnvoll sind sie erst etwa vier Wochen nach dem Stich, weil erst dann die IgE-Antikörper  wieder sicher nachweisbar sind. …weiter

Insektenstiche vermeiden

Ampulle mit Adrenalin zur Notfallbehandlung bei Anaphylaxie

Man kann Bienen und Wespen nicht mit absoluter Sicherheit umgehen. Deshalb sollten Patienten, die nach einem Stich schon einmal eine anaphylaktische Reaktion erlitten haben, das verschriebene Notfallset unbedingt immer bei sich tragen. Daneben gibt es eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen, die die Wahrscheinlichkeit eines Stichs deutlich reduzieren können. …weiter

Medikamente und Notfallmaßnahmen

Wespen versammeln sich auf einer Birne

Bei Stichen in Kopf oder Hals besteht ein erhöhtes Risiko, dass die Atemwege zuschwellen. Diese und andere anaphylaktische Reaktionen können auch verzögert auftreten. Bei Stichen in andere Körperteile genügt es ein Cortisongel oder eine Creme mit dem Wirkstoff aufzutragen. …weiter

Spezifische Immuntherapie bei Insektengiftallergie

Aufziehen einer Spritze

Die Erfolgsraten der spezifischen Immuntherapie gegen Insektengifte sind hoch. Sie erreichen bei Bienengiftallergie um die 80, bei Wespengiftallergie sogar mehr als 90 Prozent. Der Erfolg lässt sich mit einer Stichprovokation überprüfen. …weiter

Kreuzreaktionen der Insektengifte

Apfel und Birne als Symbole für Kreuzreaktionen unter Früchten oder Tieren, die eigentlich nicht zusammengehören

Bienengiftallergiker können auch bei Wespenstichen Reaktionen zeigen. Es kommt darauf an, gegen welche Allergenkomponente des Bienengifts sie allergisch sind. Denn manche Komponenten des Bienengifts sind in ähnlicher Struktur auch im Wespengift vorhanden. …weiter

Im Fokus der Forschung

Forscherin schüttelt Reagenzglas

Die komponentenbasierte Diagnostik, bei der für alle Patienten ermittelt wird, auf welche Bestandteile des Insektengifts sie persönlich allergische Reaktionen zeigen, steckt noch in den Kinderschuhen. …weiter

Ergänzende Informationen

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Termine

Hier finden Sie aktuelle Termine zu Vorträgen, Seminaren und anderen Patientenveranstaltungen rund um das Thema Allergien

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