Die wichtigsten Kontaktallergene

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Kontaktallergene: Putzmittel

Grundsätzlich können alle Stoffe aus der Umwelt, dem Haushalt oder dem Bereich der beruflichen Tätigkeit Kontaktallergene sein. Die häufigsten sind Metalle, Duft- und Konservierungsstoffe.

Oft handelt es sich um Inhaltsstoffe von Kosmetika wie Gesichtscremes, Deodorantien, Make up, Nagelkosmetika, Haarfärbe- und Bleichmittel und Seifen. Auch Arzneimittel wirken gelegentlich als Quelle für Kontaktallergene. Typische Beispiele sind Naturheilmittel wie Propolis (Kittharz der Bienen) sowie Heilsalben oder -cremes mit pflanzlichen Inhaltsstoffen.

Wichtige Kontaktallergene in Pflanzen sind die Sesquiterpenlaktone, die hauptsächlich in Blumen aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) vorkommen. Dazu zählen Chrysanthemen, Astern, Arnika, Kamille, Beifuß und Schafgarbe. Andere nachweislich bekannte Kontaktallergene sind beispielsweise Primin (Becherprimel) und Tulipan A (Tulpenzwiebeln).

Unter den Metallen besteht am häufigsten eine Allergie auf Nickel. Typisch dafür sind Hautreaktionen auf Modeschmuck, den Jeansknopf oder den Verschluss des Büstenhalters. Nicht selten kommt es zur Sensibilisierung auf mehrere Stoffe gleichzeitig.

Letzte Aktualisierung: 09. März 2017 / Quellen
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Quellen:
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Letzte Aktualisierung:
09. März 2017
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Kontaktallergene am Arbeitsplatz

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