Allergisches Asthma: Forschungsansätze

Zahlreiche neue Erkenntnisse haben in den letzten Jahren das Verständnis chronischer Atemwegserkrankungen stetig verändert und verbessert.

Auch am von der Bundesregierung initiierten und 2011 gegründeten Deutschen Zentrum für Lungenforschung, in dem 22 Forschungseinrichtungen an fünf verschiedenen Standorten kooperieren, ist die Erforschung von Asthma bronchiale einer der großen Schwerpunkte.

Aktuelle Ansatzpunkte der Asthma-Forschung

© ktsdesign/fotolia
Gene in der Asthma-Forschung

Dabei stehen verschieden Fragen im Blickpunkt der Forscherinnen und Forscher:

  • Welche Rolle spielen die Gene bei der Krankheitsentstehung?
  • Wann und auf welche Weise wirken sich bestimmte Umwelteinflüsse wie etwa Luftschadstoffe aus?
  • Wie können Menschen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko frühzeitig erkannt werden und was können sie prophylaktisch tun?
  • Welche Rolle spielen akute Verschlechterungen (Exazerbationen) für den Krankheitsverlauf?
  • Warum wird die Erkrankung chronisch und sind diese Prozesse des Immunsystems unumkehrbar?

Zudem überprüfen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, ob der Kontakt zu Mikroben einen Schutz bieten könnte: Diese sogenannte „Hygiene-Hypothese“ besagt vereinfacht ausgedrückt, dass Kontakt mit mikrobiellen Belastungen das Risiko für Asthma und Allergien verringern kann. Welche Mechanismen dazu führen könnten, ist aktuell noch Gegenstand intensiver Forschung.

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Letzte Aktualisierung: 16. März 2017 / Quellen
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Quellen:
  • Abholz, H. et al.: Nationale Versorgungsleitlinie Asthma. 2. Auflage Langfassung, Version August 2013 (Gültigkeit abgelaufen)
  • Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: Aktionsplan Allergien - Allergieportal. (eingestellt am 31.12.2012)
  • Berdel, D. et al.: S2-Leitlinie der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin e.V. „Asthma bronchiale im Kindes- und Jugendalter“ (Letzter Abruf: 16.03.2017)
  • Owen, C.: Immunoglobulin E: role in asthma and allergic disease: lessons from the clinic. In: Pharmacological Therapy, 2007, 113(1): 121 – 133
  • Ege, M. et al.: Exposure to Enviromental Microorganisms and Childhood Asthma. In: The New England Journal of Medicine, 2011, 364(8): 701-709
  • Genuneit, J. et al.: Smoking and the incidence of asthma during adolescence: results of a large cohort study in Germany. In: Thorax 2006; 61: 572–578
  • Krauss-Etschmann, S. et al.: Umweltinduzierte frühe Prägung von Asthma und Epigenetik. In: Monatsschrift Kinderheilkunde, 2010, 158(2): 142-148
  • March, M. et al.: The genetics of Asthma and allergic disorders. In: Discovery Medicine, 2011, 11(56): 35 – 45
  • Ober, C. und Tao, T.: The genetics of asthma and allergic disease: a 21st century perspective. In: Immonological Reviews, 2011, 242(1): 10-30
  • Rees, J.: Clinical Review; ABC of Asthma In: BMJ 2005; 331 : 443 – 445
  • Patientenleitlinie zur Nationalen Versorgungsleitlinie Asthma, 2. Auflage, Version 1.3, Mai 2011 (Letzter Abruf: 16.03.2017)
  • The International Union Against Tuberculosis and Lung Disease: The Global Asthma Report 2014
  • Von Mutius, E. und Vercelli, D.: Farm living: Effects on childhood asthma and allergy. In: Nature Reviews Immunology, 2010, 10(12): 861–868
Letzte Aktualisierung:
16. März 2017
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