Allergisches Asthma: Forschungsansätze

Zahlreiche neue Erkenntnisse haben in den letzten Jahren das Verständnis chronischer Atemwegserkrankungen stetig verändert und verbessert.

Auch am von der Bundesregierung initiierten und 2011 gegründeten Deutschen Zentrum für Lungenforschung, in dem 22 Forschungseinrichtungen an 5 verschiedenen Standorten kooperieren, ist die Erforschung von Asthma bronchiale einer der großen Schwerpunkte.

Aktuelle Ansatzpunkte der Asthma-Forschung

Eine künstlerische Grafik von drei DNS-Strängen nebeneinander. Bei dem mittleren DNS-Doppelstrang ist ein Strang rot hervorgehoben
© ktsdesign/ fotolia

Dabei stehen verschiedene Fragen im Blickpunkt der Forscherinnen und Forscher:

  • Welche Rolle spielen die Gene bei der Krankheitsentstehung?
  • Wann und auf welche Weise wirken sich bestimmte Umwelteinflüsse wie etwa Luftschadstoffe aus?
  • Wie können Menschen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko frühzeitig erkannt werden und was können sie vorbeugend tun?
  • Welche Rolle spielen akute Verschlechterungen (Exazerbationen) für den Krankheitsverlauf?
  • Warum wird die Erkrankung chronisch und sind diese Prozesse des Immunsystems unumkehrbar?

Zudem überprüfen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, ob der Kontakt zu Mikroben einen Schutz bieten könnte: Diese sogenannte „Hygiene-Hypothese“ besagt vereinfacht ausgedrückt, dass Kontakt mit mikrobiellen Belastungen das Risiko für Asthma und Allergien verringern kann. Welche Mechanismen dazu führen könnten, ist aktuell noch Gegenstand intensiver Forschung.

Wissenschaftliche Beratung

Dr. Katja Nemat

Ärzteverband Deutscher Allergologen (AeDA)

c/o Kinderzentrum Dresden-Friedrichstadt

E-Mail: katjanoSp@m@nemat.de

Quellen:

Die hier aufgeführten Leitlinien und Aufsätze richten sich, so nicht ausdrücklich anders vermerkt, an Fachkreise. Ein Teil der hier angegebenen Aufsätze ist in englischer Sprache verfasst.

Letzte Aktualisierung:

23. April 2019