Diagnose der Hausstaubmilbenallergie

Bei jeder Allergie ist das Arztgespräch wichtigste Grundlage der Diagnose. Hausstaubmilben als Verursacher einer Allergie sind dann wahrscheinlich, wenn die Symptome zuhause auftreten, sich im Freien bessern und das ganze Jahr über anhalten. Die Ärztin/der Arzt muss abklären, ob andere Ursachen für einen allergischen Schnupfen in Frage kommen. Dazu gehören die Tierallergie, die Pollenallergie und die Allergie gegen Schimmelpilze. Aber auch nicht-allergische entzündliche Erkrankungen der Atemwege können sehr ähnliche Beschwerden verursachen.

Nach dem Gespräch folgen Haut- und/oder Bluttests. Diese bieten weitere Anhaltspunkte für eine Sensibilisierung; als Beweis für eine Hausstaubmilbenallergie reichen sie jedoch nicht immer aus. Ein Provokationstest kann zusätzlich Sicherheit geben. Man bringt dazu kleine Mengen des vermuteten Allergens auf die Nasenschleimhaut auf und beobachtet, ob eine allergische Reaktion auftritt.

Eine Staubuntersuchung kann gegebenenfalls Auskunft darüber geben, wie hoch die Konzentration des Allergens in der Wohnung ist. Dabei wird von einer bestimmten Fläche auf Matratzen, Polstermöbeln oder Fußböden der Staub abgesaugt und im Labor analysiert.

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Letzte Aktualisierung: 21.06.2018 / Quellen
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Quellen:
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21.06.2018

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