Forschungsansätze zu Tierhaarallergien

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Forscherin und Forscher blicken einen Erlenmeyerkolben an

Die Tiere impfen statt der Menschen – mit dieser Idee gewannen drei Wissenschaftler vom Universitätsspital Zürich 2013 den Swiss Technology Award. Sie hatten eine Methode entwickelt, mit der Katzen gegen ihr Hauptallergen, das körpereigene Protein Fel D 1 geimpft werden können. Das Ziel: Die Katzen produzieren weniger Allergene, die Allergiesymptome bei ihren Haltern werden schwächer oder verschwinden ganz. Nach einem ähnlichen Prinzip entwickelte die Gruppe eine Allergen-Immunisierung für Hunde gegen die Proteine Can f 1 und 2, die beim Menschen allergische Symptome auslösen. Diese Forschungen sind bisher nicht zur Marktreife gediehen.

Eine thailändische Forschergruppe versuchte sich 2016 am umgekehrten Weg. Sie stellten das Modell einer Maus her, die durch Katzenallergene an allergischem Schnupfen erkrankt war. An diesem Modell testeten sie eine neu entwickelte therapeutische Impfung mit Katzenallergenen. Mit dieser Impfung gelang es tatsächlich, im Mausmodell die Symptome des allergischen Schnupfens deutlich abzuschwächen. In den nächsten Jahren sind klinische Tests geplant.

Die Diskussion über das so genannte Leaky-Gut-Syndrom und seine mögliche Rolle bei der Entstehung von Tierallergien hat zu der Erkenntnis beigetragen, dass über das System der Mikroorganismen in Darm, Haut und Luftwegen sowie etwaige Zusammenhänge zu Allergien noch sehr wenig bekannt ist. Ein Positionspapier der European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI) und der Patientenorganisation European Federation of Allergy and Airways Diseases Patients’ Associations (EFA) fordert hier größere Forschungsanstrengungen.

Letzte Aktualisierung: 11.03.2017 / Quellen
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    Letzte Aktualisierung:
    11.03.2017

    Die hier aufgeführten Leitlinien und Aufsätze richten sich, so nicht ausdrücklich anders vermerkt, an Fachkreise. Ein Teil der hier angegebenen Aufsätze ist in englischer Sprache verfasst.

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