Wie verbreitet ist die exogen allergische Alveolitis?

Obwohl epidemiologische Studien zur Häufigkeit und Altersverteilung bis heute weitgehend fehlen, wird die exogen allergische Alveolitis (EAA) zu den seltenen Krankheiten gezählt. Das gilt allerdings nur in Bezug auf die gesamte Bevölkerung. In Risikogruppen wie bei Vogelhaltern oder Pilzzüchtern ist die Zahl der Betroffenen durchaus relevant, wobei es auch dazu kaum exakte wissenschaftliche Daten gibt.

Durch Arbeitsschutzmaßnahmen und anderweitige Veränderungen im beruflichen Umfeld konnte die Häufigkeit bestimmter Erkrankungsformen deutlich verringert werden. So tritt beispielsweise die Farmerlunge infolge der inzwischen üblichen Fütterung mit Silage heute längst nicht mehr so oft auf wie früher.

Bei anderen EAA-Formen wie der Befeuchterlunge hingegen registrieren Mediziner eine wachsende Zahl von Betroffenen. Ein Grund dafür ist die zunehmende Verbreitung von Klimaanlagen in Gebäuden und auch in Autos. Da die Erkrankung oft nicht oder erst nach langer Zeit erkannt wird, gehen Experten bei der EAA von einer hohen Dunkelziffer aus.

EAA - Die häufigste interstitielle Erkrankung bei Kindern

Während sie bei Erwachsenen zu den seltenen Leiden zählt, ist die exogen allergische Alveolitis (EAA) bei Kindern die häufigste interstitielle Lungenerkrankung. Der Begriff fasst verschiedene Krankheiten zusammen, bei denen Entzündungen des Lungeninterstitiums (so werden Lungenbläschen und das dazwischen liegende Lungengewebe im Fachjargon genannt) im Mittelpunkt stehen, die in eine Lungenfibrose übergehen können. Die am weitesten verbreitete Form der EAA im Kindesalter ist die Vogelhalterlunge.

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Letzte Aktualisierung: 21. August 2017 / Quellen
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Wissenschaftliche Beratung

Prof. Dr. Dennis Nowak

Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin
WHO Collaborating Centre for Occupational Health
Klinikum der Universität München

E-Mail: Dennis.Nowak noSp@m@med.uni-muenchen.de