Latexallergie: Diagnose

Es gibt ein paar Verdachtsmomente, die auf eine Latexallergie hindeuten. Dazu gehören:

  • Arbeit im medizinischen oder pflegerischen Bereich oder in der Gummi-verarbeitenden Industrie
  • Missempfindungen beim Tragen von Gummihandschuhen
  • Missempfindungen (Jucken, Schwellungen) beim Geschlechtsverkehr mit Kondomen
  • Unverträglichkeiten bei exotischen Früchten wie Banane, Kiwi oder Avocado
  • geschwollene Lippen nach dem Aufblasen von Luftballons.
© A. Raths/fotolia
Latexallergie: Diagnose mit Prick-Test

Bei diesen Anzeichen sollten Sie sich einen Termin bei einer Allergologin oder einem Allergologen geben lassen. Er oder sie wird als erstes ein ausführliches Gespräch mit Ihnen führen.

Danach folgen Haut- und Bluttests, als erstes meist der so genannte Pricktest. Latex-Pricktests sind derzeit kommerziell nicht mehr erhältlich und höchstens noch in allergologischen Fachkliniken vorrätig. Dabei träufelt der Arzt oder die Ärztin eine Allergenlösung auf und ritzt die Haut am Unterarm mehrmals leicht an.

Wenn Sie auf Latex positiv reagieren, wird die mit dem Latexallergen beträufelte Stelle häufig  anschwellen. Ein Bluttest kann die Diagnose erhärten. Dabei wird festgestellt, ob der Gehalt an auf das Erkennen von Latexallergenen spezialisierten IgE-Antikörpern in Ihrem Blut erhöht ist. Es gibt – selten – Fälle, in denen die spezifischen IgE-Antikörper nicht nachweisbar sind, obwohl eine Allergie besteht.

Um die Ergebnisse des Bluttests zu untermauern, kann der Arzt oder die Ärztin einen Provokationstest durchführen. Betroffene mit Nesselsucht (Urtikaria) tragen etwa 20 Minuten lang einen Latexhandschuh. Alternativ kann, wenn das Symptom ein allergischer Schnupfen ist, eine Latexlösung auf die Nasenschleimhaut aufgebracht werden. Auch bei Asthma ist unter bestimmten Umständen ein Provokationstest an der Lungenschleimhaut möglich. Ist das Symptom ein Kontaktekzem, schließt sich oft ein Epikutantest an.

Da bei all diesen Tests in seltenen Fällen auch schwerere Reaktionen vorkommen können, finden sie nur unter strenger ärztlicher Überwachung statt. Sobald sich Symptome bemerkbar machen, wird der Handschuh oder die Latexlösung schnellstmöglich wieder entfernt. Die Diagnose „Latexallergie“ gilt dann als gesichert.

Letzte Aktualisierung: 03. März 2017 / Quellen
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Quellen:
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Letzte Aktualisierung:
03. März 2017
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Klinikum der Universität München

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