Schützen Mamas Supplemente Kinder vor Neurodermitis?

Dass die Ernährung und das Verhalten von Schwangeren einen wichtigen Einfluss auf die spätere Gesundheit des Kindes haben, wird immer deutlicher. Nun hat ein Forschungsteam entdeckt, dass die Einnahme von Folsäure und Eisen während der Schwangerschaft möglicherweise das Neurodermitis-Risiko des Babys senkt.

© Katya Smolina/fotolia

 

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollten herausfinden, ob es sich auf das Auftreten einer Neurodermitis während der ersten sechs Lebensjahre auswirkt, wenn die werdende Mutter Nahrungsergänzungsmittel einnimmt. Dazu befragten sie 344 italienische Frauen, die in einem Krankenhaus in Rom entbunden hatten. Dabei erhoben sie viele Faktoren, von denen bereits bekannt ist, dass sie die Entstehung einer Neurodermitis beeinflussen: unter anderem, ob die Frauen selbst unter einer Hauterkrankung litten, ob sie rauchten und wie sie sich während der Schwangerschaft ernährten.

Darüber hinaus erfragten sie, ob sie Nahrungsergänzungsmittel eingenommen hatten, und falls ja, welche Nährstoffe zu welchem Zeitpunkt der Schwangerschaft. Zwei von drei befragten Frauen hatten während der ersten beiden Schwangerschaftsdrittel (Trimester) Folsäure- und Eisenpräparate eingenommen.

Gute Mischung: Eisen und Folsäure

Hatten die Mütter Eisen und Folsäure supplementiert, erkrankten die Kinder seltener innerhalb der ersten sechs Lebensjahre an Neurodermitis. Als die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bekannte Einflussfaktoren wie die familiäre Vorbelastung mit allergischen Erkrankungen und (Passiv-)Rauchen berücksichtigten, war das Neurodermitis-Risiko sogar viermal geringer. Um den schützenden Effekt der Eisen-Folsäure-Kombination zu bestätigen und Angaben zu sinnvollen Dosierungen und Einnahmezeitpunkten ableiten zu können, sind jedoch weitere Untersuchungen mit mehr Teilnehmenden notwendig.

Nahmen die werdenden Mütter nur einen der Nährstoffe ein oder wechselten zwischen unterschiedlichen Supplementierungen, konnten die Forscherinnen und Forscher dagegen keinen eindeutigen Zusammenhang nachweisen.

Der Einfluss von Nahrungsergänzungsmitteln auf eine bereits bestehende Neurodermitis wurde schon häufiger untersucht – mit zum Teil widersprüchlichen Ergebnissen.

 

Quelle:

Fortes, C. et al.: Pre-natal folic acid and iron supplementation and atopic dermatitis in the first 6 years of life. In: Archives of Dermatological Research, 2019, 311: 361-367

 

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