Vorsicht vor Eichenprozessionsspinnern

In den kommenden Wochen rechnen die Behörden in Berlin mit zunehmender Gefahr durch Raupen des Eichenprozessionsspinners. Auch andernorts kann das Risiko steigen, durch deren Brennhaare unangenehme Symptome an Haut und Schleimhäuten zu erleiden. Es ist ratsam, befallene Waldstücke zu meiden.

©agrarmotive - stock.adobe.com

 

Seit Jahren breitet sich der Eichenprozessionsspinner in Europa aus, wie im „Deutschen Ärzteblatt“ berichtet wurde. Auch in den wärmeren Gegenden Deutschlands ist er zu finden, insbesondere in Brandenburg, Berlin, NRW, Baden-Württemberg und Franken. Die Raupen fressen austreibende Knospen und Blätter von Eichen. Betroffene Regionen sollten gemieden werden, oft sind sie mit Warnhinweisen gekennzeichnet.

Die Raupen dieser Nachtfalter können bei Menschen unangenehme Beschwerden verursachen – nicht nur bei direkter Berührung. Ihre Brennhaare können mit dem Wind über weite Strecken transportiert werden. Gelangen diese Härchen auf die Haut, führen sie dort zu Reizungen und/ oder allergischen Reaktionen. Diese sogenannte Raupendermatitis geht einher mit starkem Juckreiz, meist auch mit Hautrötung, Quaddeln und Bläschen.

Werden die Härchen eingeatmet, reizen sie die Atemwege. Menschen mit entsprechender Vorbelastung können auch Atemnot bekommen. Verschluckt man die Brennhaare unbemerkt, drohen Schleimhautschwellungen und Entzündungen im Rachenraum.

Nach Kontakt mit den Brennhärchen raten Fachleute unter anderem zu diesen Maßnahmen:

  • Die Kleidung sofort wechseln und mit einem Klebeband versuchen, vorhandene Brennhaare von der Haut abzunehmen.
  • Gründlich abduschen und Haare waschen.
  • Sind die Augen betroffen, diese mit Wasser ausspülen.
  • Hautreaktionen können lokal mit mittelstark bis stark wirksamen Cortison-Cremes behandelt werden.
  • Gegen den meist stark ausgeprägten Juckreiz sind orale Antihistaminika hilfreich.

Personen, die aufgrund eines allergischen Asthmas ohnehin ein Spray (Dosieraerosol) mit sogenannten Betasympathomimetika und/ oder Kortison verwenden, sollten dieses auch bei durch Eichenprozessionsspinner verursachter Atemnot nutzen. Verläuft die allergische Reaktion schwer, ist ein Arztbesuch dringend ratsam. 

 

Quellen:

Ärzteblatt: www.aerzteblatt.de/archiv/188450/Eichenprozessionsspinner-Allergie-Raupen-mit-reizenden-Brennhaaren (Letzter Abruf 19.6.2019)

Ärzteblatt: www.aerzteblatt.de/nachrichten/103741/Eichenprozessionsspinner-Befallene-Areale-meiden (Letzter Abruf 19.6.2019)

 

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