Gesundheit und Klimawandel – Infos für Menschen mit Allergien

Klima und Gesundheit, dieser Zusammenhang ist in diesem Sommer neben dem Coronavirus ein wichtiges Thema. Und ähnlich wie COVID-19 beeinflusst auch der Klimawandel weltweit das Leben aller Menschen – Menschen mit Allergien spüren die Folgen teilweise noch deutlicher.
 Mann kratzt sich am Arm bei Hitze in der Natur - ©Antonioguillem - stock.adobe.com

©Antonioguillem - stock.adobe.com

Neurodermitis und Heuschnupfen – unter Allergiker:innen sind vor allem Menschen mit diesen Krankheitsbilder am stärksten von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Patient:innen mit Neurodermitis schildern, dass ihr atopisches Ekzem bei Hitze im Sommer besonders stark brennt und Pollenallergiker:innen klagen je nach Sensibilität über Heuschnupfen-Symptome von Februar bis November. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) will alle Menschen, die gesundheitliche Probleme aufgrund des Klimawandels spüren, unterstützen: Auf dem Informationsportal www.klima-mensch-gesundheit.de bietet sie qualitätsgeprüfte und unabhängige Informationen zum Thema Klimawandel, Hitze und Gesundheit.

Schutz- und Anpassungsmöglichkeiten

Die BZgA informiert auf dem Portal über den Einfluss des Klimawandels auf die Gesundheit mithilfe von Erklärvideos, Flyern und Broschüren sowie Unterrichtsmaterialien zum Thema Hitze und Hitzeschutz. Personen, die in diesem Zusammenhang besonders empfindlich reagieren, empfiehlt die BZgA Schutz- und Anpassungsmöglichkeiten für den Alltag.

Neurodermitis: das Einfalltor für Allergien

Direkt erkennbar ist die Symptomverstärkung durch die Klimaerwärmung neben Heuschnupfen-Allergikern – Pollen fliegen teilweise fast rund ums Jahr – vor allem bei Menschen mit Neurodermitis. Da das atopische Ekzem als Einfallstor für weitere Allergien gilt, sind weitere allergische Folgeerkrankungen zwar nicht direkt erkennbar, ein verstärktes Auftreten jedoch möglich. Informationen zu den Krankheitsbildern Neurodermitis und Heuschnupfen finden Sie beim Allergieinformationsdienst.

 

Quellen:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): https://www.klima-mensch-gesundheit.de

Cezmi, A. et al.: Does the epithelial barrier hypothesis explain the increase in allergy, autoimmunity and other chronic conditions? Nature Reviews Immunology, 12 April 2021, https://www.nature.com/articles/s41577-021-00538-7

Menzel, A. at al.: A First Pre-season Pollen Transport Climatology to Bavaria, Germany. Frontiers in Allergy, 25 February 2021, doi.org/10.3389/falgy.2021.627863

 

Diese Forschungs-News könnten Sie im Zusammenhang „Klima und Gesundheit“ auch interessieren:

Zeitreise in die Zukunft der Birkenpollen

Heuschnupfen: Zugeflogene Pollen verstärken Allergiesymptome

Unsere Haut: Schutzwall oder Einfallstor für allergische Erkrankungen