Studie: Wie verbreitet ist das Coronavirus SARS-CoV-2 in München?

Wie viele Menschen haben sich bereits mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 angesteckt? Und dämmen die eingesetzten Gegenmaßnahmen die Infektion tatsächlich ein? Diesen Fragen geht das Helmholtz Zentrum München in Kooperation mit weiteren Münchner Forschungseinrichtungen nun nach.
Labor: Person mit Schutzanzug und -handschuhen pipettiert in ein Röhrchen, im Hintergrund weitere Laborutensilien für einen Antikörpertest

© tillalucida/AdobeStock.com

 

Das Coronavirus wirkt sich momentan stark auf das Leben jedes einzelnen, aber auch der Gesellschaft insgesamt aus. Die weitreichenden Maßnahmen wie die Ausgangsbeschränkungen sind vor allem ein Versuch, die Infektionsausbreitung zu verzögern und insbesondere Menschen mit chronischen Vorerkrankungen wie Asthma bronchiale vor einer Ansteckung zu schützen. Darüber hinaus soll durch einen langsameren Anstieg der Erkrankungszahlen eine Überforderung des Gesundheitssystems verhindert werden. Ziel ist zu gewährleisten, dass besonders die am schwersten Betroffenen die medizinische Versorgung erhalten, die sie benötigen.

Um verantwortungsvoll mit der Pandemie umzugehen, ist es wichtig, die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 besser zu verstehen und einschätzen zu können, ob die Gegenmaßnahmen ihren Zweck erfüllen. Dazu sollen in München ab sofort rund 3.000 zufällig ausgewählte Haushalte zur Studienteilnahme an der „Prospektiven COVID-19 Kohorte München“ – kurz KoCo19 – eingeladen werden. Sie werden in den kommenden Monaten in festgelegten Zeitabständen besucht und auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 getestet.

Antikörpertests sollen zeigen, wie viele Menschen sich bereits mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben, ohne es zu wissen. Dies ist besonders wichtig, denn auch symptomlose Personen können das Virus übertragen und dadurch zu einer weiteren Ausbreitung der Infektionen beitragen.

Daneben können alle Haushaltsmitglieder auf freiwilliger Basis mit einer App ein Symptom-, Aufenthalts- und Kontakttagebuch führen, um Infektionsketten nachzuvollziehen.

So soll die Studie zu einer faktenbasierten politischen Entscheidungsfindung beitragen. Die Studie wird finanziert vom Helmholtz Zentrum München, dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München.

>> Weitere Informationen für Menschen mit Allergien und Asthma zum neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und der Lungenerkrankung COVID-19

Quellen:

Pressemeldung des Helmholtz Zentrums München vom 3. April 2020: KoCo19: Neue Studie soll Einblicke in die Verbreitung von SARS-CoV-2 in München geben

Pressemeldung des LMU Klinikums vom 3. April 2020: Gemeinsam gegen COVID-19: Münchner Tropeninstitut beginnt Stichprobenanalyse zur Verbreitung der Corona-Pandemie und zur Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen

 

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