Subkutane Immuntherapie (SCIT) bei Insektengiftallergie

Einen besonders hohen Stellenwert hat die subkutane Immuntherapie (SCIT) bei Insektengiftallergie: Sie ist hier Therapiemethode der ersten Wahl. Laut Leitlinien wird sie für nahezu alle Erwachsenen empfohlen, bei denen nach Bienen- und/oder Wespenstich Allgemeinreaktionen aufgetreten sind. Dies gilt insbesondere für Betroffene, die lebensbedrohliche (anaphylaktische) Symptome erlitten oder andere Risikofaktoren haben. Bei Kindern ist man etwas zurückhaltender.

Für die SCIT bei Insektengiftallergie gibt es verschiedene Dosierungsschemata, bei denen es unterschiedlich lange dauert, bis die maximale Erhaltungsdosis erreicht wird: Dies kann von einem Tag bis zu einigen Monaten dauern. Je länger man sich Zeit lässt, umso weniger Nebenwirkungen treten in der Regel auf. Diese kommen insbesondere in der Einleitungsphase vor und können in Allgemeinbeschwerden oder ähnlichen Reaktionen bestehen, wie sie nach Stichen beobachtet werden.

Die SCIT kann bei den meisten Betroffenen nach drei bis fünf Jahren beendet werden. Der Erfolg wird durch einen Stichprovokationstest überprüft. Bei korrekt durchgeführter Therapie sind die Erfolgsraten relativ hoch.

Letzte Aktualisierung: 12. April 2017 / Quellen
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Quellen:
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  • Zuberbier, T. et al. The EAACI/GA2LEN/EDF/WAO Guideline for the definition, classification, diagnosis, and management of urticaria: the 2013 revision and update. In: Allergy, 2014, 69 (7): 868-887
Letzte Aktualisierung:
12. April 2017
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