Häufige allergische Krankheitsbilder im Kindesalter

Zwischen 3,0 und 10,6 Prozent aller Kinder und Jugendlichen hatten in ihrem Leben schon einmal einen Asthmaanfall. Diese Zahlen für die so genannte Lebenszeitprävalenz wurden in mehreren Studien ermittelt.

Nach einer Studie des Robert Koch-Instituts sind bis zum Alter von 14 Jahren mehr Jungen als Mädchen von Asthma betroffen. Die Ursachen für diese Unterschiede sind unklar. 

Asthma – die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter

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Allergien bei Kindern

Dass insbesondere allergisches Asthma eine erbliche Komponente besitzt, steht außer Zweifel. So ist die Wahrscheinlichkeit eines Neugeborenen, an Asthma zu erkranken, um das Dreifache erhöht, wenn ein Elternteil Asthmatiker ist. Interessant ist dabei, dass mütterliches Asthma einen höheren Risikofaktor darstellt als väterliches. 

Mehrheitlich bricht Asthma vor dem fünften Lebensjahr aus. Allerdings ist dabei zu beachten, dass bei Kleinkindern oft eine Überschneidung zwischen obstruktiver Bronchitis und Kleinkind-Asthma besteht.

Bei etwa der Hälfte aller Kleinkinder verschwindet das Asthma bis zum siebten Lebensjahr oder im Verlauf der Pubertät wieder. Bei der anderen Hälfte wird es chronisch, die Betroffenen leiden auch als Erwachsene noch unter Anfällen. Asthma bronchiale wird insbesondere bei kleinen Kindern häufig übersehen und oft erst spät behandelt. Das hängt damit zusammen, dass bei Kleinkindern die Lungenfunktion noch nicht in gleicher Weise untersucht werden kann wie bei Schulkindern. Außerdem ähneln die Symptome häufig denen von Infekten.

Es gilt als sicher, dass beim kindlichen Asthma das Geschlecht eine Rolle spielt. Je nach Studie erkranken Jungen 1,5- bis 2-mal häufiger als Mädchen. In der Pubertät wechselt das Geschlechtsverhältnis aber mit einer relativen Zunahme bei den Mädchen.

Nahrungsmittelallergien bei Kindern

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Nahrungsmittelallergie bei Kindern

Nicht immer handelt es sich bei einer Unverträglichkeit auf bestimmte Lebensmittel um eine Allergie. Insgesamt leiden nach Angaben der Leitlinie zur Nahrungsmittelallergie etwa 4 von 100 Kindern an einer echten Nahrungsmittelallergie.

Zu allermeist reagieren Babys und Kleinkinder auf Grundnahrungsmittel wie Milch, Hühnerei, Fisch oder Soja allergisch. Auch Weizen oder Nüsse können die Ursache einer Allergie im Kleinkindalter sein.

Bei älteren Kindern dagegen treten über Kreuzreaktionen Pollenallergien in den Vordergrund des allergischen Geschehens – sie reagieren beispielsweise auf bestimmte Obst- oder Gemüsesorten allergisch, die in ihrer Eiweißstruktur der von Pollen ähneln. Daneben gibt es aber auch jenseits des Kindesalters Betroffene mit bestehenden Nahrungsmittelallergien, zum Beispiel auf Erdnuss.

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Initiative „Keine Angst vor dem Allergie-Schock“

Kinder, die ein erhöhtes Anaphylaxierisiko tragen oder bereits eine Anaphylaxie erlitten haben, leiden oft unter großen Ängsten vor einem weiteren Notfall. Aber auch ihre Eltern und das Erziehungspersonal tragen die Sorge mit sich, einer solchen Notfallsituation nicht gewachsen zu sein. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund hat daher eine Initiative gestartet, um Eltern, Lehrer/innen und Erzieher/innen im Umgang mit Risikokindern zu schulen. Er bietet Schulungsmaterialien und webbasierte Schulungen und plant ein Anaphylaxie-Mobil, welches vor Ort in Schulen und anderen Einrichtungen für Kinder Aufklärung leisten will.

Asthma-Schulungen und Reha-Angebote für Kinder und Jugendliche

Schulungen für Kinder und Jugendliche mit Asthma sind ein unverzichtbarer Bestandteil in der Behandlung des Asthmas. Die Arbeitsgemeinschaft Asthmaschulung im Kindes- und Jugendalter gibt Betroffenen und ihren Eltern  Informationen über Schulungsangebote und -inhalte.

Auch Rehabilitationsangebote sind erfolgversprechend und können den Kindern und Jugendlichen helfen, mit ihrer Erkrankung im Alltag besser umzugehen.

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Letzte Aktualisierung: 11.03.2017 / Quellen
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11.03.2017
Veranstaltungskalender

Hier finden Sie aktuelle Termine zu Vorträgen, Seminaren und anderen Patientenveranstaltungen rund um das Thema Allergien

Fachbegriffe A - Z

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Wissenschaftliche Beratung

Prof. Dr. Christian Vogelberg

Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin e.V. (GPA)

c/oUniversitätsklinikum Dresden,
Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin

E-Mail: Christian.Vogelberg noSp@m@uniklinikum-dresden.de

Für Familien

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bietet auf seiner Seite "Gesund ins Leben - Netzwerk junge Familie" Informationen zu Allergie-Vorbeugung.

Empfehlungen für Eltern

Der Deutsche Allergie-und Asthmabund gibt Eltern umfangreiche Empfehlungen zum Alltag mit ihren Asthma-betroffenen Kindern.

Anaphylaxie-Schulung

Die AG Anaphylaxie Training und Edukation e.V. (AGATE) hat ein standardisiertes Trainingsprogramm entwickelt und bundesweit etabliert. Dort findet sich eine Liste der aktuellen Schulungszentren.

Asthma-Schulung

Die AG Asthmaschulung im Kindes- und Jugendalter e.V. (AGAS) hat die Standards zur Asthmaschulung in Deutschland entwickelt. Betroffene finden hier Informationen und Kontakt zu Schulungszentren in ihrer Nähe.

Broschüre