Beim Sport, im Zug oder zum Einschlafen – In-Ear-Kopfhörer und Ohrstöpsel gehören oft zum Alltag. Doch was, wenn eine Kontaktallergie oder sogar eine Gehörgangsentzündung (Otitis externa) die Folge ist?
Reagiert die Haut auf In-Ear-Materialien?
Eine Studie aus China hat nun untersucht, ob das Material von In-Ear-Geräten eine Allergie auslösen kann. 75 Teilnehmende der Studie erfüllten die Kriterien für einen Hauttest (Epikutantest). Hierfür wurden kleine Stücke von fünf verschiedenen Kopfhörer- und Ohrstöpsel-Modellen mit Pflastern auf den Rücken von Studienteilnehmenden geklebt.
Die Pflaster blieben 48 Stunden auf der Haut, und die Reaktionen wurden nach 48 und 72 Stunden in einer verblindeten Auswertung dokumentiert.
Um zu erfassen, wie oft und wie lange die In-Ear-Geräte getragen werden, füllten die Teilnehmenden zusätzlich zum Hauttest einen Fragebogen aus.
Häufige Nutzung und bestehende Entzündungen erhöhen das Risiko
Der Allergietest zeigte: 11 von 38 Teilnehmenden mit Gehörgangsentzündung zeigten eine positive oder zumindest verdächtige Hautreaktion, verglichen mit nur 1 von 37 Teilnehmenden ohne Entzündung.
Es zeigte sich außerdem, dass diejenigen, die ihre In-Ear-Geräte besonders häufig nutzten, häufiger betroffen waren.
Bei Ohrschmerzen: Kopfhörer überprüfen
Die Forschenden zogen das Fazit, dass Allergien gegen bestimmte Kunststoffe zu Ohrenentzündungen beitragen könnten oder dass eine Entzündung schwerer abheilt. Deshalb ihre Empfehlung: Bei sich wiederkehrenden Ohrproblemen lohnt sich ein genauer Blick auf die verwendeten Kopfhörer.
Quelle:
Youyou J. et al.: Otitis externa due to allergic contact dermatitis to earphones and earplugs: A case control study. JAAD International, 2025