Skip to main content
Tabletten - Allergie
tunedin - stock.adobe.com

Medikamentöse Allergie-Behandlung

Lässt sich ein Allergenkontakt nicht oder nicht ausreichend vermeiden, kann zumeist eine Behandlung mit Medikamenten (Pharmakotherapie) helfen.

Wissenschaftliche Beratung:

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Torsten Zuberbier, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie Charité - Universitätsmedizin Berlin

E-Mail: Torsten.Zuberbier@charite.de

Prof. Dr. Roland Buhl, Universitätsmedizin Mainz Schwerpunkt Pneumologie

E-Mail: roland.buhl@unimedizin-mainz.de

Lässt sich ein Allergenkontakt nicht oder nicht ausreichend vermeiden, kann zumeist eine Behandlung mit Medikamenten (Pharmakotherapie) helfen.

Wissenschaftliche Beratung:

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Torsten Zuberbier, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie Charité - Universitätsmedizin Berlin

E-Mail: Torsten.Zuberbier@charite.de

Prof. Dr. Roland Buhl, Universitätsmedizin Mainz Schwerpunkt Pneumologie

E-Mail: roland.buhl@unimedizin-mainz.de

Das Wichtigste zu Allergie-Medikamenten

  • Anders als bei der Allergenkarenz und der spezifischen Immuntherapie (bei Soforttyp-Allergie) setzt die medikamentöse Therapie in der Regel nicht bei den Krankheitsursachen an, sondern führt lediglich zu einer Beseitigung oder Linderung der Symptome. Man spricht deshalb auch von symptomatischer Behandlung. 
  • Da eine allergische Erkrankung nicht nur die Leistungsfähigkeit der Betroffenen mindern, sondern sich unbehandelt auch weiter verschlechtern kann, sollte sie auf keinen Fall bagatellisiert werden. Eine fachgerechte Behandlung ist deshalb wichtig. Dazu stehen wirksame und gut verträgliche Medikamente zur Verfügung.
  • Prinzipiell gibt es mehrere Gruppen von Arzneimitteln, die bei allergischen Erkrankungen wirksam sind. Sie greifen an verschiedenen Stellen in den Ablauf einer allergischen Reaktion ein und unterscheiden sich damit in ihrer Wirkungsweise, aber auch bezüglich der Dauer bis zum Wirkungseintritt ebenso wie in der Dauer der Wirksamkeit.

Überblick zur den wichtigsten Wirkstoffgruppen von Allergie-Medikamenten

Die wichtigsten Wirkstoffgruppen zur Behandlung von allergischen Erkrankungen sind im Folgenden aufgeführt – unabhängig von der Art der Allergie oder sonstigen Erkrankung, bei der sie eingesetzt werden. Die meisten sind – teilweise in unterschiedlichen Darreichungsformen – zur Anwendung bei verschiedenen allergischen, aber auch nicht allergisch bedingten Krankheitsbildern geeignet.

Teilweise stehen feste Wirkstoffkombinationen zur Verfügung, in denen zwei oder mehr Arzneistoffe in einem Präparat enthalten sind. Dies kann vorteilhaft sein, wenn die Wirkstoffe zusammenwirken und dadurch weniger hohe Dosen der einzelnen Substanzen benötigt werden. Andererseits können die einzelnen Wirkstoffe weniger flexibel dosiert werden.

Video: Heuschnupfen behandeln - so geht es richtig

Mit deiner Zustimmung werden hier Inhalte Dritter geladen, die auch Cookies des jeweiligen Anbieters verwenden können. Durch die Nutzung dieser Inhalte erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.
Auf Werbeinhalte, die vor, während oder nach Videos von Helmholtz Munich eingeblendet werden, hat Helmholtz Munich keinen Einfluss. Wir übernehmen keine Gewähr für diese Inhalte. Weitere Informationen.

Quellen

Die hier aufgeführten Leitlinien und Aufsätze richten sich, so nicht ausdrücklich anders vermerkt, an Fachkreise. Ein Teil der hier angegebenen Aufsätze ist in englischer Sprache verfasst.

  • Biedermann, T. et al. (Hrsg., 2016): Allergologie. Springer, Berlin/Heidelberg, 2. Aufl., ISBN 9783642372025  
  • Brożek, J.L., et al. Allergic Rhinitis and its Impact on Asthma (ARIA) guidelines-2016 revision. In: J Allergy Clin Immunol 2017;140(4): 950-958
  • Buhl, R., et al.: S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit Asthma. In: Pneumologie 2017; 71: 849–919 (Letzter Abruf: 01.02.2024)
  • Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma, 3. Auflage. Version 1. 2018 (Letzter Abruf: 01.02.2024)
  • Darsow U., Raap U. (Hrsg.): Allergologie kompakt. Dustri-Verlag, München-Deisenhofen, 2016
  • Globale Initiative für Asthma (GINA): Leitfaden zum Management und zur Prävention von Asthma – die GINA-Leitlinien (PDF). Ein Leitfaden für Gesundheitsfachleute, aktualisiert 2016 (Letzter Abruf: 01.02.2024)
  • Pfaar, O. et al.: S2k-Leitlinie zur (allergen-) spezifischen Immuntherapie bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen. In: Allergo J Int 2014; 23: 282
  • Ring, J. et al.: S2k-Leitlinie zur Akuttherapie und Management der Anaphylaxie. In: Allergo J Int 2014; 23: 96–112. AWMF-Register-Nr. 065-025 (Letzter Abruf: 01.02.2024)
  • Trautmann A., Kleine-Tebbe J.: Allergologie in Klinik und Praxis. Thieme Verlag Stuttgart, 3. Aufl. 2018. ISBN9873131421838
  • Zuberbier, T., et al.: The EAACI/GA²LEN/EDF/WAO Guideline for the Definition, Classification, Diagnosis and Management of Urticaria. The 2017 Revision and Update. In: Allergy 2018; 73(7):1393-1414

Letzte Aktualisierung: 08.04.2019