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Heuschnupfen Pollenallergie
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Heuschnupfen: Symptome

Heuschnupfen macht sich mit einem oder mehreren der folgenden Hauptsymptome bemerkbar:

  • Fließschnupfen („laufende Nase“)
  • juckende Nase
  • häufiger Niesreiz
  • verstopfte Nase
  • tränende, juckende, entzündete Augen

Wissenschaftliche Beratung:

Prof. Dr. Karl-Christian Bergmann, Allergie-Centrum-Charité Charité - Universitätsmedizin Berlin

E-Mail:karlchristianbergmann@gmail.com

Heuschnupfen macht sich mit einem oder mehreren der folgenden Hauptsymptome bemerkbar:

  • Fließschnupfen („laufende Nase“)
  • juckende Nase
  • häufiger Niesreiz
  • verstopfte Nase
  • tränende, juckende, entzündete Augen

Wissenschaftliche Beratung:

Prof. Dr. Karl-Christian Bergmann, Allergie-Centrum-Charité Charité - Universitätsmedizin Berlin

E-Mail:karlchristianbergmann@gmail.com

Weitere Heuschnupfen-Symptome

Betroffene fühlen sich zudem oft

  • erschöpft,
  • klagen über Kopfschmerzen,
  • Müdigkeit oder
  • Appetitlosigkeit.

Auch Hautreaktionen wie

  • Schwellungen,
  • Ekzeme oder
  • Ödeme

können die klassischen Heuschnupfen-Symptome begleiten.

Achtung: Heuschnupfen-Symptome im Straßenverkehr

Selbst wenn Betroffene die Beschwerden als mild empfinden, kann Heuschnupfen die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Viele fühlen sich müde und können sich schlechter konzentrieren. Außerdem zwingt ein Reflex bei jedem Niesen dazu, die Augen kurz zu schließen. Auch das ist am Steuer gefährlich.

Mögliche Folgeerkrankungen von Heuschnupfen

Unbehandelt kann Heuschnupfen zu ernsthaften, oft chronischen Folgeerkrankungen führen:

  • Dazu gehört zum Beispiel die Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung).
  • Bei vielen Menschen wird außerdem die Schleimhaut sehr empfindlich.
  • Nicht-allergische Reize wie Zigarettenrauch oder trockene Heizungsluft führen bei ihnen dann ebenfalls zu Symptomen. 

„Etagenwechsel" möglich

Oft werden die Bronchien in Mitleidenschaft gezogen, sodass sich Husten und Atemnot entwickeln. Langfristig entsteht daraus in vielen Fällen allergisches Asthma, eine ständige Entzündung der unteren Atemwege mit Anfällen von Atemnot. Man spricht von einem „Etagenwechsel“ der Allergie, weil sie sich eine Etage tiefer, in der Lunge, bemerkbar macht. Allerdings kann sich ein allergisches Asthma auch unabhängig von einem Heuschnupfen entwickeln.

Frühe Anzeichen für einen Übergang vom allergischen Schnupfen zum Asthma bronchiale (Etagenwechsel):

  • Trockener, sekretarmer Reizhusten (bei Hausstaubmilbenallergie vorwiegend nachts, bei Pollenallergie im Freien und oft in Zusammenhang mit körperlicher Anstrengung)
  • Brennen hinter dem Brustbein (beim Einatmen)
  • Bei Kindern Nachlassen der sportlichen Leistung
  • Häufige Infekte der tieferen Atemwege (Bronchitis)

Eine weitere Komplikation des Heuschnupfens sind sogenannte Kreuzallergien. Diese können entstehen, wenn Bestandteile der Pollenallergene Ähnlichkeiten mit Allergenen in Nahrungsmitteln aufweisen. Das Immunsystem erkennt dann auch in diesen Nahrungsmitteln einen Feind und reagiert mit Allergie-Symptomen, insbesondere im Mundbereich. Man spricht deshalb auch von einem Oralen Allergie-Syndrom.

Quellen

Die hier aufgeführten Leitlinien und Aufsätze richten sich, so nicht ausdrücklich anders vermerkt, an Fachkreise. Ein Teil der hier angegebenen Aufsätze ist in englischer Sprache verfasst.

  • Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: Aktionsplan Allergien - Allergieportal. (eingestellt am 31.12.2012)
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung – Kindergesundheit-info.de: Was tun bei Heuschnupfen? (Letzter Abruf: 25.01.2024)
  • Pfaar, O. et al.: S2k-Leitlinie Leitlinie zur (allergen-) spezifischen Immuntherapie bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen. In: Allergo J Int 2014; 23: S. 282 – 319.
  • Worm M. et al.: S1-Leitlinie zur Nahrungsmittelallergie infolge immunologischer Kreuzreaktivitäten mit Inhalationsallergenen.  In: Allergo J Int February 2014; 23: 1, S. 16–31.
  • Beck, I. et al.:  High Environmental Ozone Levels Lead to Enhanced Allergenicity of Birch Pollen. PLOS one, Nov 20, 2013.
  • Campbell, B. et al.: The effects of growing up on a farm on adult lung function and allergic phenotypes: an international population-based study. In: Thorax 2017; 72:236-244
  • Chaker, A.: Allergische Rhinitis im Kindesalter. In: Pädiatrische Allergologie 3/2013, S. 6-9
  • Demoly, P. et al.: Allergic Rhinitis Increases the Risk of Driving Accidents. In: Journal of Allergy and Clinical Immunology (2017), doi: 10.1016
  • Graham-Rowe, D.: When Allergies go West. In: Nature, Vol 479, Nov. 2011. Online Publication
  • Gürlich, K. et Al.: Respiratory and allergic diseases of children: Temporal trends, urban-rural differences, and in association with environmental tobacco smoke exposure. In: Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz. 2016 Dec; 59(12):1566-1576.
  • Höflich, C.: Klimawandel und pollen-assoziierte Allergien der Atemwege. (PDF) Homepage des Umweltbundesamtes (Letzter Abruf: 25.01.2024)
  • IQWIG – gesundheitsinformation.de: Allergischer Schnupfen: Nichtmedikamentöse Maßnahmen, 2014
  • Julius-Kühn-Institut: Die Beifuß-Ambrosie, Flyer 2013
  • Kanter, U. et al.: Molecular and Immunological Characterization of Ragweed (Ambrosia artemisiifolia L.) Pollen after Exposure of the Plants to Elevated Ozone over a Whole Growing Season. In: PLOS One, 13.04.13, online publication
  • Kinderumwelt – allum.de: Allergische Rhinitis (Heuschnupfen) (letzter Abruf 25.01.2024)
  • Klimek, L., et al. (Hrsg.): Weißbuch Allergie in Deutschland. 4., überarbeitete und erweiterte Auflage; Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018; ISBN 978-3-89935-312-9
  • Manabu S. et al.:  The role of long-lived reactive oxygen intermediates in the reaction of ozone with aerosol particles. In: Nature Chemistry 3/2011, 291
  • Menzel, A. et al.: Indoor birch pollen concentrations differ with ventilation scheme, room location, and meteorological factors. In: Indoor Air 2016. DOI: 10.1111/ina.12351
  • Niederberger, V. et al.: Safety and efficacy of immunotherapy with the recombinant B cell epitope-based grass pollen vaccine BM32. In: Journal of Allergy and Clinical Immunology, 2018, DOI: 10.1016/j.jaci.2017.09.052 (Letzter Abruf: 25.01.2024)
  • Robert-Koch-Institut (RKI, Hrsg.): Gesundheit in Deutschland 2015, S. 77-82
  • Ring, J. et al: Weißbuch Allergie in Deutschland 3. Auflage, München 2009
  • Ring J. Angewandte Allergologie, 3. Aufl., Urban & Vogel, München, 2004
  • Schmitz, R. et. al.: Verbreitung häufiger Allergien bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Ergebnisse der KiGGS-Studie – Erste Folgebefragung (KiGGS Welle 1). In: Bundesgesundheitsbl 2014 · 57, S. 771–778
  • Simoleit, A. et al.: Birch, grass, and mugwort pollen concentrations and intradiurnal patterns at two different urban sites in Berlin, Germany. In: Allergo J Int 2017; 26: 155-164 (Letzter Abruf: 25.01.2024)
  • Slovik, A. et al.: Intradermal Grass Pollen Allergen Immunotherapy for Seasonal Allergy: A Randomized Controlled Trial. In: J Allergy Clin Immunol. 2016, Oct 20. Online Publication (Abstract)
  • Wise, S. K., et al.: International Consensus Statement on Allergy and Rhinology: Allergic Rhinitis. In: International Forum of Allergy & Rhinology (2018); 8
  • Zissler, U.M. et al.: Early IL-10 producing B-cells and coinciding Th/Tr17 shifts during three year grass-pollen AIT. In: EBioMedicine (2018) DOI:10.1016/j.ebiom.2018.09.016

Letzte Aktualisierung:

1. Februar 2019