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Spritze und Tabletten - Spezifische Immuntherapie bei Allergie

Ablauf der spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung)

Bei ganzjährigen Allergie-Beschwerden kann eine Hyposensibilisierung im Prinzip jederzeit begonnen und fortgesetzt werden. Die Empfehlung, bei Heuschnpfen nicht während der Pollensaisonmit der spezifischen Immuntherapie zu beginnen, sondern bereits mehrere Monate vorher, gilt für einige Präparate nicht mehr. Welche Präparate sich zur Immunisierung während der Pollenflugsaison eignen und welche nur zuvor angewendet werden sollen, empfiehlt der behandelnde Arzt oder die bahandelnde Ärztin. Für Leztztere gilt: Da es während der Pollenflugsaison zu einer unkontrollierbaren zusätzlichen Einwirkung von Allergenen kommt, kann die bis dahin erreichte Dosis – vor allem bei der subkutanen Immuntherapie (SCIT) – vorübergehend reduziert werden.

Wissenschaftliche Beratung:
Prof. Dr. Jörg Kleine-Tebbe, Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie e.V. Allergie- u. Asthma-Zentrum Westend

Bei ganzjährigen Allergie-Beschwerden kann eine Hyposensibilisierung im Prinzip jederzeit begonnen und fortgesetzt werden. Die Empfehlung, bei Heuschnpfen nicht während der Pollensaisonmit der spezifischen Immuntherapie zu beginnen, sondern bereits mehrere Monate vorher, gilt für einige Präparate nicht mehr. Welche Präparate sich zur Immunisierung während der Pollenflugsaison eignen und welche nur zuvor angewendet werden sollen, empfiehlt der behandelnde Arzt oder die bahandelnde Ärztin. Für Letztere gilt: Da es während der Pollenflugsaison zu einer unkontrollierbaren zusätzlichen Einwirkung von Allergenen kommt, kann die bis dahin erreichte Dosis – vor allem bei der subkutanen Immuntherapie (SCIT) – vorübergehend reduziert werden.

Wissenschaftliche Beratung:
Prof. Dr. Jörg Kleine-Tebbe, Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie e.V. Allergie- u. Asthma-Zentrum Westend

Zeit zwischen den Behandlungen kann variieren

Bei der subkutanen Allergen-spezifischen Immuntherapie richten sich die zeitlichen Abstände zwischen den Spritzen im Wesentlichen nach der Art der Allergenextrakt-Lösung und der Verträglichkeit. Solange die Dosis noch gesteigert wird, sind die Abstände kürzer (je nach Präparat zwischen drei Tagen und zwei Wochen). 

Zudem ist eine Kurzzeittherapie möglich. Während der Erhaltungsphase, das heißt wenn die maximale verträgliche Dosis erreicht ist, verlängern sich die Intervalle auf vier bis acht Wochen.

Bei der SCIT wird die Ärztin/der Arzt die Betroffenen vor jeder neuen Injektion fragen, wie sie die letzte Dosis vertragen haben, ob aktuell Infekte oder andere Erkrankungen vorliegen, ob neue Medikamente angewendet werden und wie die aktuellen Symptome der allergischen Erkrankung sind.

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Birkenpollen und Tabletten - Hyposensibilisierung

Durchführung

Es gibt 3 Arten, eine Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) durchzuführen: 1. subkutan 2. sublingual 3. oral

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Wirkungsweise

Die Hyposensibilisierung wirkt, indem der Körper an das Allergen gewöhnt wird. Die Allergen-Dosis wird langsam gesteigert.

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Verträglichkeit

Die meisten Menschen vertragen eine Hyposensibilisierung gut. Schwere allergische Reaktionen sind selten.

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Voraussetzungen

Eine zuverlässige und ausführliche Diagnostik ist die Grundvoraussetzung für den Erfolg einer Hyposensibilisierung.

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Wirksamkeit & Dauer

Ob und wie gut eine Hyposensibilisierung wirkt, hängt von vielen Faktoren ab. Studien belegen grundsätzlich ihre Wirksamkeit.

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Gegenanzeigen

Verschiedene Erkrankungen sind Gegenanzeigen für eine Hyposensibilisierung. Dazu zählen u.a. Krebs und unkontrolliertes Asthma.

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Bei Insektengiftallergie

Bei einer Insektengiftallergie ist die Hyposensibilisierung die wichtigste Behandlungsmethode.

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Forschungsansätze

Forschende suchen nach Möglichkeiten, die Hyposensibilisierung zu personalisieren und ihre Wirksamkeit vorherzusagen.

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Quellen

Die hier aufgeführten Leitlinien und Aufsätze richten sich, so nicht ausdrücklich anders vermerkt, an Fachkreise. Ein Teil der hier angegebenen Aufsätze ist in englischer Sprache verfasst.

  • Biedermann, T et al. (Hrsg., 2016): Allergologie. Springer, Berlin/Heidelberg, 2. Aufl., ISBN 9783642372025
  • Darsow U., Raap U. (Hrsg., 2016): Allergologie kompakt. Dustri-Verlag, München-Deisenhofen
  • Feuille, E., Nowak-Wegrzyn, A.: Allergen-Specific Immunotherapies for Food Allergy. In: Allergy Asthma Immunol Res 2018, 10(3): 189-206
  • Klimek, L.; Vogelberg, C.; Werfel, T. (Hrsg., 2019): Weißbuch Allergie in Deutschland. - 4. Aufl. Springer, ISBN: 9783899353129
  • Pfaar, O. et al.: S2k-Leitlinie zur (allergen-) spezifischen Immuntherapie bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen. Allergo J Int 2014; 23: 282 (In Überarbeitung)
  • Pajno, G.B., et al. EAACI Guidelines on allergen immunotherapy: IgE-mediated food allergy. In: Allergy 2018; 73(4): 799-815
  • Pfaar, O., et al. Perspectives in allergen immunotherapy: 2017 and beyond. In: Allergy 2018; 73 Suppl 104: 5-23
  • Roberts, G., et al. EAACI Guidelines on Allergen Immunotherapy: Allergic rhinoconjunctivitis. In: Allergy 2018; 73(4): 765-798
  • Trautmann A., Kleine-Tebbe J.: Allergologie in Klinik und Praxis. Thieme Verlag Stuttgart, 3. Aufl. 2018. ISBN9873131421838 
  • Worm M et al.: Update of the SK2 guideline on the management of IgE-mediated food allergies. Allergologie select 2021; 5:195-243

Letzte Aktualisierung:

27. September 2021