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Mutter mit Baby

Paracetamol für Babys: Studie zeigt kein erhöhtes Risiko für Ekzeme oder Atemwegsinfekte

Bisher bestand der Verdacht, dass Paracetamol bei Kindern im ersten Lebensjahr atopische und allergische Erkrankungen wie Ekzeme und Bronchiolitis fördert. Eine aktuelle Studie zeigt jetzt jedoch, dass der Einsatz des Medikaments in den ersten 12 Lebensmonaten nicht mit einem Anstieg von Ekzemen oder Bronchiolitis verbunden ist.

Wenn Babys und Kleinkindern fiebrige Infekte oder Schmerzen haben, geben Eltern ihnen oft Paracetamol in Form von Zäpfchen. Da frühere Beobachtungsstudien auf mögliche Zusammenhänge zwischen Paracetamol im Säuglingsalter und späteren allergischen Erkrankungen hingewiesen hatten, war der Einsatz jedoch umstritten – eine Ursache-Wirkung-Beziehung war bisher jedoch nicht nachgewiesen worden.  

Paracetamol und Ibuprofen im Vergleich

In der sogenannten PIPPA-Tamariki-Studie wurde dieser Zusammenhang jetzt genauer untersucht: 3.923 Neugeborene erhielten nach der Geburt entweder Paracetamol oder Ibuprofen. Die Zuteilung in eine der beiden Gruppen erfolgte per Zufall, die Medikamente standen den Müttern kostenlos zur Verfügung. Über das erste Lebensjahr hinweg wurde dokumentiert, wie viele Kinder Ekzeme oder Bronchiolitis entwickelten.

 
Kurz erklärt: Was ist eine Bronchiolitis? 

Eine Bronchiolitis ist eine akute Infektion der kleinen Atemwege (Bronchiolen) in der Lunge, die vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern auftritt.

 

Beide Wirkstoffe sind gut verträglich

Das Ergebnis: In der Paracetamol-Gruppe traten bei 16,2 Prozent der Kinder Ekzeme auf, in der Ibuprofen-Gruppe bei 15,4 Prozent. Statistisch betrachtet handelt es sich hierbei um einen vernachlässigbar kleinen Unterschied. Auch die Häufigkeit von Bronchiolitis war in beiden Gruppen vergleichbar: In der Paracetamol-Gruppe erkrankten 98 Fälle (4,9 Prozent) an Bronchiolitis, in der Ibuprofen-Gruppe 82 Fälle (4,3 Prozent).  

Die neue Studie zeigt damit, dass beide Wirkstoffe – Paracetamol und Ibuprofen – im ersten Lebensjahr unter den üblichen Dosierungen gut vertragen werden.  


Quellen:

Dalziel S. et al.: Lancet Child & Adolescent Health 2026. 2026 Mar;10(3):156-166

 

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