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Eine Hyposensibilisierung verringert allergische Symptome

Wie verändert eine Hyposensibilisierung das Immunsystem?

Die allergenspezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung), kann Allergiebeschwerden nicht nur kurzfristig lindern, sondern langfristig deutlich reduzieren oder sogar verschwinden lassen. Eine aktuelle Studie untersucht nun, wie sich Immunzellen während der Behandlung verändern und welche Rolle diese Veränderungen für den Therapieerfolg spielen.

Hyposensibilisierung behandelt die Ursache der Allergie

Die spezifische Immuntherapie (AI), auch Hyposensibilisierung genannt, gehört bislang zu den wenigen Behandlungen, die direkt an der Ursache einer Allergie ansetzen. Anders als Medikamente, die vor allem akute Symptome lindern, kann die AIT Beschwerden mittel- und langfristig abschwächen und teilweise sogar vollständig verschwinden lassen.

Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass sich während der Behandlung bestimmte T-Zellen verändern und dadurch die Immunreaktion abgeschwächt wird. Diese Veränderungen könnten entscheidend dafür sein, wie gut die Therapie wirkt. Die aktuelle Studie untersucht deshalb genauer, wie sich das Immunsystem im ersten Jahr einer allergischen Entzündung verändert und wie sich Immunzellen unter einer allergenspezifischen Immuntherapie langfristig entwickeln.

Immunzellen unter der Lupe

Es wurden Blutproben von Menschen sowie Modelle im Labor untersucht. Dabei haben die Forschenden verschiedene Immunzellen beobachtet, die bei Allergien eine wichtige Rolle spielen.

Welche Erkenntnisse zeigt die aktuelle Studie?


🌟 Die Therapie trägt dazu bei, das Immunsystem wieder stärker ins Gleichgewicht zu bringen.

🌟 Regulatorische T-Zellen, die schützende Funktionen haben, werden während der Behandlung aktiver.

🌟 Entzündungsfördernde Immunreaktionen werden gleichzeitig abgeschwächt

🌟 Besonders spannend: Eine spezielle Zellpopulation (Tr17-Zellen) scheint als Übergangsstadium zwischen entzündlichen und regulativen Immunantworten zu wirken.

Die Ergebnisse zeigen insgesamt: Die allergenspezifische Immuntherapie beeinflusst das Immunsystem gezielt, indem sie schützende Mechanismen stärkt und entzündliche Prozesse zurückdrängt – und dabei offenbar auf bereits angelegte Zwischenstufen im Immunsystem zurückgreift.

Wie können die Ergebnisse neue Therapien verbessern?
 

Mithilfe der neuen Erkenntnisse, könnten fehlgeleitete Immunzellen noch spezifischer erreicht werden und dadurch das Immunsystem langfristig neu eingestellt werden, sodass es nicht mehr sensibel auf eigentlich harmlose Substanzen – so genannte Allergene – reagiert.

Quelle: 
H. S. Charles et al.: TNF pathway-mediated tolerogenic T-cell trajectory driven by allergen immunotherapy. Allergy, April 2026. 


 

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