Heuschnupfen: Symptome

Heuschnupfen macht sich mit einem oder mehreren der folgenden Hauptsymptome bemerkbar:

  • Fließschnupfen („laufende Nase“),
  • juckende Nase,
  • häufiger Niesreiz,
  • verstopfte Nase,
  • tränende, juckende, entzündete Augen.

Betroffene fühlen sich zudem oft erschöpft, klagen über Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Appetitlosigkeit. Auch Hautreaktionen wie Schwellungen, Ekzeme oder Ödeme können die klassischen Heuschnupfen-Symptome begleiten.

Selbst wenn Betroffene die Beschwerden als mild empfinden, kann Heuschnupfen die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Viele fühlen sich müde und können sich schlechter konzentrieren. Außerdem zwingt ein Reflex bei jedem Niesen dazu, die Augen kurz zu schließen. Auch das ist am Steuer gefährlich. In einer französischen Studie beschrieben mehr als 60 Prozent der Betroffenen, dass der Heuschnupfen ihre Fahrfähigkeit beeinträchtige. Aus diesem Grund kann es wichtig sein, auch als mild empfundene Symptome nicht einfach zu ertragen, sondern behandeln zu lassen.

Kurz erklärt:

Bei Heuschnupfenpatienten ruft das Immunsystem eine Entzündung hervor, um die Pollen zu bekämpfen. Diese Entzündung äußert sich in Krankheitssymptomen wie Niesen oder roten Augen.

Mögliche Folgeerkrankungen

Unbehandelt kann Heuschnupfen zu ernsthaften, oft chronischen Folgeerkrankungen führen. Dazu gehört zum Beispiel die Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung). Bei vielen Menschen wird außerdem die Schleimhaut sehr empfindlich. Nicht-allergische Reize wie Zigarettenrauch oder trockene Heizungsluft führen bei ihnen dann ebenfalls zu Symptomen. Oft werden die Bronchien in Mitleidenschaft gezogen, sodass sich Husten und Atemnot entwickeln. Langfristig entsteht daraus in vielen Fällen allergisches Asthma, eine ständige Entzündung der unteren Atemwege mit Anfällen von Atemnot. Man spricht von einem „Etagenwechsel“ der Allergie, weil sie sich eine Etage tiefer, in der Lunge, bemerkbar macht. Allerdings kann sich ein allergisches Asthma auch unabhängig von einem Heuschnupfen entwickeln.

Frühe Anzeichen für einen Übergang vom allergischen Schnupfen zum Asthma bronchiale (Etagenwechsel):

  • Trockener, sekretarmer Reizhusten (bei Hausstaubmilbenallergie vorwiegend nachts, bei Pollenallergie im Freien und oft in Zusammenhang mit körperlicher Anstrengung)
  • Brennen hinter dem Brustbein (beim Einatmen)
  • Bei Kindern Nachlassen der sportlichen Leistung
  • Häufige Infekte der tieferen Atemwege (Bronchitis)

Eine weitere Komplikation des Heuschnupfens sind sogenannte Kreuzallergien. Diese können entstehen, wenn Bestandteile der Pollenallergene Ähnlichkeiten mit Allergenen in Nahrungsmitteln aufweisen. Das Immunsystem erkennt dann auch in diesen Nahrungsmitteln einen Feind und reagiert mit Allergie-Symptomen, insbesondere im Mundbereich. Man spricht deshalb auch von einem Oralen Allergie-Syndrom.

Quellen:

Die hier aufgeführten Leitlinien und Aufsätze richten sich, so nicht ausdrücklich anders vermerkt, an Fachkreise. Ein Teil der hier angegebenen Aufsätze ist in englischer Sprache verfasst.

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  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung – Kindergesundheit-info.de: Was tun bei Heuschnupfen?
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  • Beck, I. et al.:  High Environmental Ozone Levels Lead to Enhanced Allergenicity of Birch Pollen. PLOS one, Nov 20, 2013.
  • Campbell, B. et al.: The effects of growing up on a farm on adult lung function and allergic phenotypes: an international population-based study. In: Thorax 2017; 72:236-244
  • Chaker, A.: Allergische Rhinitis im Kindesalter. In: Pädiatrische Allergologie 3/2013, S. 6-9
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  • Graham-Rowe, D.: When Allergies go West. In: Nature, Vol 479, Nov. 2011. Online Publication
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  • Höflich, C.: Klimawandel und pollen-assoziierte Allergien der Atemwege. – Homepage des Umweltbundesamtes (Letzter Abruf: 14.02.2017)
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  • Kanter, U. et al.: Molecular and Immunological Characterization of Ragweed (Ambrosia artemisiifolia L.) Pollen after Exposure of the Plants to Elevated Ozone over a Whole Growing Season. In: PLOS One, 13.04.13, online publication
  • Kinderumwelt – allum.de: Allergische Rhinitis (Heuschnupfen) (letzter Abruf 06.03.17)
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  • Ring J. Angewandte Allergologie, 3. Aufl., Urban & Vogel, München, 2004
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  • Wise, S. K., et al.: International Consensus Statement on Allergy and Rhinology: Allergic Rhinitis. In: International Forum of Allergy & Rhinology (2018); 8
  • Zissler, U.M. et al.: Early IL-10 producing B-cells and coinciding Th/Tr17 shifts during three year grass-pollen AIT. In: EBioMedicine (2018) DOI:10.1016/j.ebiom.2018.09.016

Letzte Aktualisierung:

1. Februar 2019

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