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Asthma: Neuerkrankung im Erwachsenenalter wahrscheinlicher bei mehr Allergien

Je mehr verschiedene allergische Erkrankungen jemand bereits hat, desto höher ist das Risiko, dass im Erwachsenenalter ein Asthma erstmalig auftritt. Zu diesem Ergebnis kam ein finnisch-französisches Forschungsteam.

Forschende aus Finnland und Frankreich untersuchten die Frage, ob verschiedene allergische Erkrankungen das Asthma-Risiko im Erwachsenenalter beeinflussen können. Dafür griffen sie auf Daten von gut 1.200 finnischen Erwachsenen über 30 Jahre zurück, die kürzlich die Erstdiagnose für ein Asthma bronchiale erhalten hatten. Diese verglichen sie mit den Daten von zufällig ausgewählten Kontrollpersonen ohne Asthmaerkrankung.

Alle Teilnehmenden füllten Fragebögen aus. Die Forschenden achteten dabei besonders darauf, ob die Studienpersonen eine oder mehrere allergische Erkrankungen wie eine allergische Rhinitis oder eine allergische Hauterkrankung aufwiesen. 

Neudiagnostizierte hatten häufig mehrere Allergien.

Dabei zeigte sich, dass von den Neudiagnostizierten etwa jeder Zweite eine allergische Rhinitis und jeder Dritte eine allergische Hauterkrankung hatte. In der Kontrollgruppe hingegen hatte nur jeder Vierte eine allergische Rhinitis und jeder Fünfte eine allergische Hauterkrankung. Bereits vorliegende allergische Erkrankungen schienen also das Risiko zu erhöhen, noch im Erwachsenenalter ein Asthma bronchiale zu entwickeln. Dieser Zusammenhang wurde mit zunehmendem Alter geringer.

Bei ihrer Analyse berücksichtigten die Forschenden auch bekannte Schutz- oder Risikofaktoren wie eine Kindheit auf dem Bauernhof, familiäres Asthma oder Rauchen, um auszuschließen, dass sie das Ergebnis verzerrten.

 

Quelle:

Toppila‐Salmi, S., et al.: Risk of adult‐onset asthma increases with the number of allergic multimorbidities and decreases with age. In: Allergy, 2019, online, doi: 10.1111/all.13971. Zuletzt abgerufen am 2.10.2019