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Hund und Kleinkind

Früher Kontakt mit Hunden könnte Neurodermitis-Risiko senken

Neurodermitis gilt als Eintrittspforte für die Entstehung weiterer Allergien. Vorbeugung ist daher besonders wichtig.

Hunde könnten vor Neurodermitis schützen

Neue Forschungserkenntnisse geben nun Hinweise darauf, dass das Zusammenleben mit einem Hund Kinder mit genetischer Veranlagung vor Neurodermitis schützen könnte.

Wechselspiel von Genen und Umweltfaktoren unter der Lupe

Neurodermitis entsteht durch ein komplexes Zusammenspiel aus Umweltfaktoren und genetischer Veranlagung. Mit dem Ziel dies genauer zu untersuchen, nahmen Forschende nun von rund 300.000 Personen 24 genetischen Risikovarianten für Ekzeme und 18 Umweltfaktoren genauer unter die Lupe.

Das Ergebnis: Vor allem bei Kindern mit einer bestimmten genetischen Variante nahe dem sogenannten IL-7R-Gen könnte regelmäßiger Hundekontakt in der frühen Kindheit einen schützenden Effekt auf das Immunsystem haben.

Entzündungshemmende Signale

Labortests deuten darauf hin, dass Hundekontakt bei dieser Variante entzündungshemmende Signale in der Haut auslösen kann – und so die Entstehung von Neurodermitis verhindern könnte.

Auch ältere Geschwister könnten einen ähnlichen Schutzeffekt haben – dieser Zusammenhang muss jedoch weiter erforscht werden. Die Daten stammen ausschließlich aus weißen europäischen Bevölkerungsgruppen, weshalb weitere Studien mit vielfältigeren Teilnehmenden notwendig sind.

Neurodermitis ist ein Wechselspiel zwischen Genen und Umwelt

Die Ergebnisse betonen, wie wichtig es ist, Gen-Umwelt-Interaktionen zu verstehen, um gezielt vor Neurodermitis zu schützen.

Quelle:

M. Standl et al.: Gene–Environment Interaction Affects Risk of Atopic Eczema: Population and In Vitro Studies. Allergy Juni 2025

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