Medikamente gegen allergischen Schnupfen können für Patientinnen und Patienten auf Dauer ganz schön teuer werden. Seit kurzem können Ärztinnen und Ärzte Nasensprays mit den „Cortison“-Wirkstoffen Beclomethason, Fluticason und Mometason wieder auf einem Kassenrezept verordnen. Allerdings nur dann, wenn eine „persistierende“, also anhaltende, allergische Rhinitis „mit schwerwiegender Symptomatik“ vorliegt. Anhaltend bedeutet, dass Krankheitssymptome an mehr als vier Tagen pro Woche auftreten und das über mehr als vier Wochen pro Jahr. Eine schwerwiegende Symptomatik ist vorhanden, wenn durch die Erkrankung die Lebensqualität reduziert ist oder die Schlafqualität, sportliche und/oder Alltagsaktivitäten oder schulische beziehungsweise berufliche Tätigkeiten eingeschränkt sind.
Symptome müssen dokumentiert werden
Für den behandelnden Arzt oder die Ärztin ist es wichtig, nachweisen zu können, dass diese Faktoren zum Zeitpunkt der Verordnung erfüllt waren. Um allergologisch tätigen Ärzten diese Dokumentation zu erleichtern, hat der Ärzteverband Deutscher Allergologen einen Dokumentationsbogen entwickelt, der von der Patientin oder dem Patienten ausgefüllt werden sollte. Menschen mit allergischem Schnupfen können ihn auch selbst ausdrucken und mit ins Arztgespräch nehmen.
Quelle:
Klimek, L: AeDA stellt Dokumentationsbogen zur Verfügung. In: Allergo J (2019) 28: 61.