Auswirkungen des Klimawandels

© Marcus Thöricht/fotolia
Auswirkungen des Klimawandels © Marcus Thöricht/fotolia

Zunehmend wird seit einiger Zeit auch der Klimawandel als Einflussgröße für durch Pollen auslösbare allergische Atemwegserkrankungen diskutiert. Abhängig von der geografischen Lage und den Witterungsbedingungen können Beginn und Dauer der Pollenflugzeit variieren. Infolge eines Anstiegs der Durchschnittstemperaturen beginnt die Blütezeit bestimmter Pflanzen inzwischen früher als noch vor 25 Jahren. Dementsprechend verlängert sich die Leidenszeit für Menschen mit Pollenallergie. Zudem verbreiten sich zunehmend bislang in Deutschland nicht heimische Pflanzen mit allergener Wirkung, wie etwa die Beifuß-Ambrosie (beifußblättriges Traubenkraut, lat. Ambrosia artemisiifolia).

Darüber hinaus wurde beobachtet, dass nicht nur ein Anstieg der Lufttemperatur sondern auch der atmosphärischen Kohlendioxid (CO2)-Konzentration dazu führt, dass die Pollenproduktion allergieauslösender Pflanzenarten einschließlich Ambrosia zunimmt.

Insgesamt weisen Daten einer Reihe von Studien darauf hin, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und einer weltweit beobachteten Zunahme von allergischen Atemwegserkrankungen gibt. Ein weiterer Anstieg sowie ein zunehmender Schweregrad der Erkrankungen ist zu erwarten. Dabei scheinen nicht nur Lufttemperatur und CO2-Konzentration eine Rolle zu spielen sondern auch ein mit dem Klimawandel einhergehender Anstieg von Luftschadstoffen wie Ozon und Feinstaub. Allerdings sind viele Fragen in diesem Bereich noch offen und zeigen weiteren Forschungsbedarf auf.

Quellen:

Die hier aufgeführten Leitlinien und Aufsätze richten sich, so nicht ausdrücklich anders vermerkt, an Fachkreise. Ein Teil der hier angegebenen Aufsätze ist in englischer Sprache verfasst.

Letzte Aktualisierung:

15. November 2018

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