Tabakrauch

© Piotr Marcinski/fotolia

Eine herausragende Bedeutung unter den umweltbedingten Risikofaktoren hat der Tabakrauch.

Dass aktives Rauchen die Wahrscheinlichkeit an Asthma zu erkranken erhöht, steht außer Zweifel. Dabei gibt es eine Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen Asthmarisiko und der Dauer des aktiven Rauchens einerseits, sowie der Zahl der täglich konsumierten Zigaretten andererseits. Das heißt im Klartext: Je länger und je mehr jemand raucht, desto höher ist das Risiko an Asthma zu erkranken.

Jüngere Untersuchungen haben gezeigt, dass Passivrauchen ebenfalls einen Risikofaktor für Atemwegserkrankungen und speziell für die Entstehung von Asthma darstellt. Ein Zusammenhang zwischen dem Ausmaß des Zigarettenrauchs, den Kinder einatmen müssen, und der Wahrscheinlichkeit, an Asthma zu erkranken bzw. dieses zu verschlimmern, ist eindeutig belegt. So ist die Erkrankungswahrscheinlichkeit bei Kindern rauchender Eltern deutlich erhöht. Dies gilt bereits für die Zeit während der Schwangerschaft. Kinder mit Neurodermitis, die genetisch bedingt ohnehin ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung weiterer Allergien haben, sind besonders gefährdet. Darüber hinaus ist Tabakrauch einer der Hauptauslöser für Asthmaanfälle bei bereits an Asthma erkrankten Kindern.

Quellen:

Die hier aufgeführten Leitlinien und Aufsätze richten sich, so nicht ausdrücklich anders vermerkt, an Fachkreise. Ein Teil der hier angegebenen Aufsätze ist in englischer Sprache verfasst.

Letzte Aktualisierung:

15. November 2018

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