Hausstaubmilbenallergie: Grundlagen

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Hausstaub bei Hausstaubmilbenallergie

Es gibt eine Vielzahl von Allergenen in der eigenen Wohnung. Dort leben unsichtbare „Haustiere“, die Hausstaubmilben. Sie selbst und vor allen Dingen ihr Kot enthalten zahlreiche Allergene. Wer unter Kopfschmerzen, Husten- und Niesanfällen oder tränenden Augen leidet, ohne dass eine Erkältung zum Vorschein kommt, sollte überprüfen lassen, ob eine Milbenallergie die Ursache sein könnte.

Milben gehören zu den Spinnentieren und treten in fast 200 verschiedenen Arten auf. Die für allergische Erkrankungen am häufigsten verantwortlichen Milben gehören zu den Hausstaub- (Dermatophagoides pteronyssinus, Dermatophagoides farinae und Euroglyphus maynei) und Vorratsmilben. Während Hausstaubmilben überwiegend in direktem Kontakt zum Menschen (unter anderem in Matratzen) vorkommen, werden Vorratsmilben hauptsächlich auf Lebensmittelvorräten und organischem Material in Kellern, dem Küchenbodenstaub sowie in Küchen- und Speiseschränken gefunden.

Symptome einer Hausstaubmilbenallergie

Die Symptome der Hausstaubmilbenallergie ähneln zu Beginn der Erkrankung sehr stark denen der Pollenallergie. Hier wie dort kann es zu Niesattacken, laufender und verstopfter Nase und tränenden, aber auch sehr trockenen und juckenden Augen kommen. Kopfschmerzen, Schlafstörungen und eine generelle Abgespanntheit können hinzutreten. Bei länger bestehender Milbenallergie leiden die Betroffenen oft immer mehr unter einer dauerhaften Verstopfung der Nase, trockenen, teilweise verborkenden Nasenschleimhäuten, Niesreiz und Juckreiz der Nase und eingeschränktem Riechvermögen. Zusätzlich werden häufig Symptome einer Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen) beobachtet wie zum Beispiel ein Druckgefühl im Stirnbereich oder Kopfschwerden. Auch Symptome eines Asthma bronchiale wie Atemnot und nächtlicher, trockener Reizhusten sind keine Seltenheit.

Manchmal kommt es zu Hautreaktionen. Die Milbenallergie kann überdies einen Neurodermitis-Schub auslösen. Unbehandelt können Milben- wie Pollenallergie die „Etage wechseln“, sprich nicht mehr nur in den oberen Atemwegen, sondern auch in der Lunge Veränderungen hervorrufen. Das allergische Asthma ist eine gefürchtete Komplikation der Milbenallergie.

Im Unterschied zur Pollenallergie treten die allergischen Reaktionen gegen Hausstaubmilben in der Regel das ganze Jahr über auf. Häufig sind die Beschwerden morgens stark, klingen im Laufe des Tages ab und machen sich am Abend wieder stärker bemerkbar. Einen Höhepunkt haben die Symptome der Hausstauballergie häufig zu Beginn der Heizperiode. Durch das Heizen der Räume wird die Raumluft trockener. Der Milbenkot kann dann besser trocknen, wird aufgewirbelt und eingeatmet. Die Tatsache, dass im Winter seltener gelüftet wird, trägt ebenfalls zur Vermehrung der Allergene bei. In der trockenen Heizungsluft sterben zudem viele Milben ab und somit werden besonders viele allergenbelastete Milbenbestandteile in die Luft abgegeben.

Entstehung der Hausstaubmilbenallergie

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Milben und vor allem ihr kot enthalten zahlreiche Allergene.

Zunächst: Hausstaubmilbenallergien sind kein Zeichen für eine unhygienische Haushaltsführung. Schätzungsweise zwei bis zehn Millionen Milben leben durchschnittlich in einer Matratze. Ein Gramm Hautschuppen, das der Mensch täglich verliert, reicht dieser Milbenpopulation sechs Wochen lang als Nahrung aus.

Polstermöbel und Teppiche sind ebenfalls beliebte Aufenthaltsorte der Hausstaubmilben, genauso Kuscheltiere. Ideale Lebensbedingungen für die Milben herrschen bei einer Raumtemperatur von 25 Grad sowie einer Luftfeuchtigkeit zwischen 65 und 80 Prozent. Es gibt verschiedene Arten von Milben. Die beiden bekanntesten sind Dermatophagoides pteronyssinus und Dermatophagoides farinae. Der Begriff „ Dermatophagoides“ bedeutet „Hautfresser.“ Der Kot der Hausstaubmilbe vermischt sich mit anderen Bestandteilen wie Textilfasern, Nahrungsmittelresten, Pilzsporen, Bakterien sowie Haaren, Federn und Hautschuppen von Menschen oder Haustieren und vielen anderen Substanzen aus Innenräumen zu dem Gemisch, das wir als Hausstaub bezeichnen.

Die weiß-gräulichen, spinnenartigen Lebewesen sind etwa 0,1 bis 0,5 Millimeter groß. Sie saugen, beißen oder stechen nicht und übertragen auch keine Krankheiten. Aber vor allem in ihrem Kot sind zahlreiche Allergene enthalten. Eine Hausstaubmilbe produziert durchschnittlich 20 Kotkügelchen pro Tag. In einem Gramm Hausstaub finden sich mehr als 250.000 Kotkügelchen.

Bei Menschen, die bereits bei einem früheren Kontakt gegen Eiweißmoleküle im Milbenkot sensibilisiert wurden, kann eine Sofortreaktion einsetzen.

Im Zuge der Sensibilisierung haben sich spezifische IgE-Antikörper gebildet, welche die Mastzellen des Immunsystems dazu anregen, entzündungsfördernde Botenstoffe freizusetzen.

Bisweilen kommen Kreuzallergien vor: Proteine (Eiweißbestandteile) von Krebstieren wie Garnelen, Krebsen oder Hummer ähneln denen der Hausstaubmilben.

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Letzte Aktualisierung: 14.03.2017 / Quellen
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Quellen:
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https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27497276

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