Heuschnupfen

Heuschnupfen ist die häufigste allergische Erkrankung. In Deutschland sind 16 Prozent aller Frauen und 13 Prozent aller Männer davon betroffen. Landläufig sind damit Erkältungssymptome gemeint, mit denen viele Menschen im Frühjahr auf umherfliegenden Blütenstaub (Pollen) reagieren. Doch nicht nur Baum-, Gräser-, Kräuter- oder Getreidepollen können den allergischen Schnupfen– wie er in der Fachsprache heißt – auslösen, sondern auch Tierhaare, Schimmelpilze oder Hausstaubmilben. Dann treten die Symptome nicht nur saisonal, sondern oftmals während des ganzen Jahres auf.

Grundlagen: Es gibt vier Typen von Allergien. Heuschnupfen zählt zum häufigsten Typ, dem so genannten Soforttyp. Die Beschwerden treten sofort, das heißt innerhalb von etwa 5 – 15 Minuten nach Kontakt mit dem Allergen auf. ...weiter

Verbreitung: Allergien wie Heuschnupfen sind ein Gesundheitsproblem der westlichen Industriestaaten, wobei mit wachsendem Wohlstand auch in Entwicklungsländern die Erkrankungsraten steigen. In Deutschland ist mehr als ein Viertel der Bevölkerung betroffen. ...weiter

Risikofaktoren: Allergien wie Heuschnupfen entstehen im Zusammenspiel zwischen genetischer Veranlagung und schädlichen Umwelteinflüssen. ...weiter

Diagnose: Neben einer gründlichen Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) stehen Hauttests, Labortests und so genannte Provokationstests zur Verfügung, um festzustellen, gegen welche Substanz Betroffene mit Heuschnupfensymptomen reagieren. ...weiter

Therapie: Wenn das Allergen nicht gemieden werden kann, steht eine Reihe von Medikamenten zur Verfügung. In vielen Fällen ist eine spezifische Immuntherapie sinnvoll. … weiter

Prävention: Stillen in den ersten vier Monaten nach der Geburt, ein normales Körpergewicht sowie das Meiden von Tabakrauch sind wichtige Präventionsmaßnahmen. … weiter

Forschungsansätze: Viele Etappen des Prozesses, der zum Entstehen einer Allergie führt, sind noch nicht vollständig verstanden. Vielversprechende Ansatzpunkte gibt es in der Zellbiologie, der Genforschung und der Präventionsforschung. …weiter

Letzte Aktualisierung: 14. März 2017 / Quellen
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Quellen:
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  • Julius-Kühn-Institut: Die Beifuß-Ambrosie, Flyer 2013
  • Kanter, U. et al.: Molecular and Immunological Characterization of Ragweed (Ambrosia artemisiifolia L.) Pollen after Exposure of the Plants to Elevated Ozone over a Whole Growing Season. In: PLOS One, 13.04.13, online publication
  • Kinderumwelt – allum.de: Allergische Rhinitis (Heuschnupfen) (letzter Abruf 06.03.17)
  • Manabu S. et al.:  The role of long-lived reactive oxygen intermediates in the reaction of ozone with aerosol particles. In: Nature Chemistry 3/2011, 291
  • Robert-Koch-Institut (RKI, Hrsg.): Gesundheit in Deutschland 2015, S. 77-82
  • Ring, J. et al: Weißbuch Allergie in Deutschland 3. Auflage, München 2009
  • Ring J. Angewandte Allergologie, 3. Aufl., Urban & Vogel, München, 2004
  • Schmitz, R. et. al.: Verbreitung häufiger Allergien bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Ergebnisse der KiGGS-Studie – Erste Folgebefragung (KiGGS Welle 1). In: Bundesgesundheitsbl 2014 · 57, S. 771–778
  • Slovik, A. et al.: Intradermal Grass Pollen Allergen Immunotherapy for Seasonal Allergy: A Randomized Controlled Trial. In: J Allergy Clin Immunol. 2016, Oct 20. Online Publication (Abstract)
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14. März 2017
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