Die Symptome der Neurodermitis

Baby mit typischer Gesichtsrötung bei Neurodermitis - © silentalex88/fotolia
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Neurodermitis sieht bei Babys anders aus als bei Kleinkindern. Im Jugendlichen- und Erwachsenenalter ändert sich das Erscheinungsbild erneut. Bei Babys erkennt man die Krankheit an

  • Rötungen an den Wangen und auf der Kopfhaut (Beginn circa zweiter bis dritter Lebensmonat),
  • juckenden Bläschen, entzündeten und nässenden Hautpartien, auf denen sich oft Krusten bilden,
  • Schuppen am Kopf, die an verbrannte Milch erinnern („Milchschorf“),
  • ausgeprägtem Juckreiz, der die Kleinen oft zum Weinen bringt,
  • Ekzemen an den Knien, wenn die Kinder zu krabbeln beginnen.

Ekzeme sind ein fast sicheres Anzeichen der Erkrankung, allerdings treten Ekzeme auch bei anderen Erkrankungen auf, wie dem seborrhoischen Ekzem oder etwa der Kontaktdermatitis. Die Krankheit kann in Schüben verlaufen oder sich kontinuierlich entwickeln. Bei etwa der Hälfte der Kinder verschwinden die Symptome bis zum zweiten Lebensjahr.

Bildliche Darstellung der bevorzugt betroffenen Körperstellen bei Säuglingen, Kindern und Erwachsenen mit Neurodermitis

Neurodermitis-Symptome bei Kleinkindern

Bei Kleinkindern verändern sich die Lage und die Beschaffenheit der Ekzeme. Sie sind, genau wie die übrige Haut, jetzt eher trocken und können entstehen an

  • Ellenbogen, Handgelenken und Knien,
  • Nacken, Gesicht, Augenlidern,
  • Oberschenkeln, Gesäß,
  • Fußrücken und Händen (bei Daumenlutschern gerne auch am jeweiligen Daumen) sowie den Lippen.

In diesem Alter ist es schwerer, die Kinder vom Kratzen abzuhalten. Ständiges Kratzen verschlechtert den Hautzustand weiter. Es kann etwas helfen, die Fingernägel der Kinder sehr kurz zu halten und ihnen nachts Baumwollhandschuhe anzuziehen.

Symptome bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen liegen die Ekzeme meist an

  • Stirn, Augen oder Mund,
  • Hals und Nacken, oberem Brustbereich,
  • Kniekehlen, Ellenbeugen,
  • Leisten,
  • Handrücken.

Oft ist auch die Kopfhaut betroffen. Sie ist gerötet, schuppt und entzündet sich. Dadurch fallen manchmal die Haare aus. Schulkinder leiden bisweilen unter Ekzemen am Gesäß, womöglich verursacht durch langes Sitzen auf nicht atmungsaktiven Unterlagen.

Symptome bei älteren Erwachsenen

Auch bei älteren Erwachsenen kann eine Neurodermitis neu ausbrechen. Manchmal ist es dann eine Form, die sich in kleinen, juckenden Knötchen äußert (Prurigo). Diese treten an ganz unterschiedlichen Stellen am Körper auf und können stark jucken. Weitere wesentliche Symptome der Erwachsenen-Neurodermitis können sein:

  • Ekzeme an Händen und Füßen,
  • juckende Krusten auf der behaarten Kopfhaut,
  • gerötete, rissige und entzündete Ohrläppchen-Ränder,
  • entzündete, juckende Haut an den Lippen,
  • Brennen und/oder Missempfindungen im Bereich der Mund- und Rachenschleimhäute,
  • Verdauungsstörungen mit Durchfall, Blähungen, Bauchschmerzen.

Für Atopiker kennzeichnend ist das gleichzeitige Auftreten mehrerer allergischer Erkrankungen. So leiden Neurodermitis-Betroffene häufig auch unter allergischem Schnupfen (zum Beispiel Heuschnupfen oder Hausstaubmilbenallergie), Asthma bronchiale oder anderen allergisch bedingten Beschwerden. Selten gibt es schwere Verläufe, bei denen die Hautoberfläche am ganzen Körper gerötet und entzündet ist (Erythrodermie). Die Ursache dieser schweren Verläufe ist oft unbekannt.

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