Wie kann man Tierhaarallergien vorbeugen?

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Staubsauger beim Saugen

Die Vorgabe, nicht mit den Allergie-verursachenden Tieren in Berührung zu kommen, lässt sich außerhalb des eigenen Haushalts nicht perfekt umsetzen und ist auch neueren Studien zufolge nur für Risikokinder sinnvoll. Vor allem die Allergene von Katzen halten sich hartnäckig auch in den Kleidern von Katzenbesitzern.

Daher sollten Experten zufolge je nach Allergie

  • Betroffene nicht das Büro mit Katzen- oder Hundebesitzern teilen,
  • Betroffene Kinder nicht neben Klassenkameraden sitzen, die Katzen oder Hunde im Haus haben,
  • Kinder mit Tierhaarallergie keine Katzen und Hunde streicheln oder mit ihnen spielen,
  • Alle Menschen, die die Wohnung betreten, angehalten werden, vor der Tür die Straßenschuhe auszuziehen,
  • Menschen, die Katzen oder Hunde besitzen, das Haus nicht betreten,
  • Wer umgekehrt in Haushalten übernachten muss, in denen Katzen und/oder Hunde leben, sollte die Gastgeber bitten, ihre Tiere möglichst lange vor dem Besuch aus dem vorgesehenen Schlafzimmer fernzuhalten,
  • Polstermöbel und Matratzen mit Rosshaarfüllungen, Pelze, Textilien aus Angora-, Alpaka- oder Schafwolle sowie aus Kamelhaar sollten zunächst für einige Wochen entfernt werden. Bessern sich die Symptome, so ist davon auszugehen, dass die genannten Gegenstände zu der Allergie beitragen,
  • Statt Federbetten gibt es Kissen und Decken mit Polyesterfüllung. Diese sind bei 60 oder gar bei 95 Grad waschbar,
  • Für Menschen mit ausgeprägten Symptomen bleibt oft nur die Möglichkeit, zur Vorbeugung Medikamente einzunehmen, ehe sie das Haus verlassen oder in einem Haushalt mit Tieren übernachten.

Gut zu wissen

Es gibt keine allergenfreien Tiere mit Fell oder Federn. Jedes Tier produziert Stoffe, die potentiell Allergie-auslösend wirken können. Allerdings treten nicht immer Symptome auf.

Gibt es allergenfreie Tierrassen?

In den Medien wird häufig für angeblich allergenfreie Katzen-, Hunde- oder Pferderassen geworben. Dazu ist Folgendes festzustellen: Völlig allergenfreie Tierrassen gibt es nicht. Alle Tiere produzieren Eiweiße, die potentiell zu allergischen Reaktionen führen können. Vor allem kommt es nicht darauf an, ob die Tiere nun viel oder wenig Haare verlieren. Denn Tierallergene können auch als Schuppen zwischen den Haaren entweichen.

Bei Katzen werden Rassen wie Cornish Rex, Sphynx oder Nacktkatzen als allergenarm beworben. Kritiker sehen hier aber Qualzuchten, da den Katzen ein für ihr Wohlbefinden und artgerechtes Verhalten wesentliches Merkmal – das Fell – fast weggezüchtet wurde. Wissenschaftler am Münchner Zentrum Allergie und Umwelt (ZAUM) stellten fest, dass bei diesen Rassen die Allergenfreisetzung nicht geringer war als bei der Europäischen Kurzhaarkatze, der häufigsten Katzenrasse in Deutschland.

Bei Hunden gibt es eine große Variationsbreite. Das allergische Potential schwankt zwischen unterschiedlichen Rassen, zwischen Männchen und Weibchen und oft von Tier zu Tier. Da hilft nur: Ausprobieren. Wer sich mit dem Gedanken trägt, einen Hund anzuschaffen, sollte zunächst einmal ausgedehnte Spaziergänge idealerweise mit genau diesem Hund unternehmen und ihn für kurze Zeit in den Privaträumen übernachten lassen.

Letzte Aktualisierung: 11.03.2017 / Quellen
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    Letzte Aktualisierung:
    11.03.2017

    Die hier aufgeführten Leitlinien und Aufsätze richten sich, so nicht ausdrücklich anders vermerkt, an Fachkreise. Ein Teil der hier angegebenen Aufsätze ist in englischer Sprache verfasst.

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