Ernährung in der Schwangerschaft kann Allergierisiko des Kindes beeinflussen

Eine gezielte Auswahl an Nahrungsmitteln in der Schwangerschaft kann das Allergierisiko des Kindes verringern. Dies zeigt eine Übersichtsarbeit, in der die mütterliche Ernährung im Zusammenhang mit der Entstehung von allergischer Rhinitis, Neurodermitis, Asthma und Nahrungsmittelallergien beim Nachwuchs untersucht wurde.
 Schwangere isst Salat - ©Prostock-studio - stock.adobe.com

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Eine werdende Mutter kann durch ihre Ernährung in der Schwangerschaft das Allergierisiko ihres Kindes verringern. Dies zeigt eine Studie, die in Colorado / USA durchgeführt wurde. Die systematische Übersichtarbeit der Healthy Start Kohorte zeigte eindeutig, dass Gemüse und Jogurt einen schützenden Effekt für das Kind gegenüber allergischen Erkrankungen wie allergische Rhinitis, Neurodermitis und Asthma haben kann. Ein Zusammenhang zu Nahrungsmittelallergien konnte nicht hergestellt werden.

Das Mikrobiom gezielt stärken

Bekannt ist, dass das Darmmikrobiom, also die Zusammensetzung der Mikroorganismen wie Bakterien, Viren und Pilze im Darm, einen Einfluss auf die Entstehung von Allergien hat. Die aktuelle Studie deutet nun darauf hin, dass eine gezielte Auswahl an Lebensmitteln nicht nur das Mikrobiom der Schwangeren, sondern auch das des Babys beeinflussen kann. Es wurde festgestellt, dass der Verzehr von Gemüse und Milchprodukten (einschließlich Joghurt) zu einer größeren Artenvielfalt des Mikrobioms führt und diese wiederherum zu einer besseren Darmfunktion und einem geringeren Allergierisiko. Der Verzehr von Bratkartoffeln, Pommes Frites, Reis, rotes Fleisch sowie kalten Getreideprodukten scheint dagegen das Allergierisiko zu erhöhen.

Ernährungsempfehlung in der Schwangerschaft

Die systematische Übersichtsarbeit mit Daten von Müttern und Kindern aus Übersichtsarbeit der Healthy Start-Kohorte ist die erste Studie, die einen Zusammenhang zwischen mütterlichen Nahrungsaufnahme während der Schwangerschaft und mehreren allergischen Erkrankungen des Nachwuchses zeigt. Die Ergebnisse der Studie zeigen Wege für eine mögliche Vorbeugung allergischer Erkrankungen im Mutterleib auf.

 

Quelle:

Venter, C. et al.: The maternal diet index in pregnancy is associated with offspring allergic diseases: the Healthy Start study. Allergy. Januar 2022; 77:162–172