Milder Winter macht Menschen mit Heuschnupfen zu schaffen

Die Nase kribbelt, die Augen jucken und tränen – viele Menschen mit einer Pollenallergie leiden bereits jetzt unter Heuschnupfen-Symptomen. Pollenmessstationen bestätigen: Der Pollenflug hat in diesem Jahr besonders früh begonnen.
Frau mit Heuschnupfen-Symptomen putzt sich im Freien die Nase

© Benicce/fotolia

 

Milde Temperaturen sorgen für die im Januar untypische Pollenbelastung. Hasel- und Erlenpollen fliegen bereits. In München hat der Haselpollenflug so früh wie in den letzten zehn Jahren nicht begonnen. Die Hauptsaison steht aber noch bevor.

Zwar hat es auch in den vergangenen Jahren immer mal wieder einzelne Messungen von Haselpollen bereits im Dezember gegeben. Aktuell steigt die Pollenkonzentration jedoch immer weiter an. Dies spricht für den Beginn der Haselpollensaison. Die Haselpollen haben in vielen Regionen Deutschlands bereits Konzentrationen erreicht, bei denen Menschen mit einer Haselpollenallergie mit deutlichen Allergie-Symptomen rechnen müssen.

Auch immer mehr Erlenpollen sind nachweisbar. Hier liegt die Gesamtkonzentration aber noch in einem Bereich, in dem eher wenig Heuschnupfen-Symptome zu erwarten sind.

Ursache ist der bisher milde Winter. Temperaturen von teilweise zehn Grad und mehr lassen die Bäume besonders früh erblühen und mit der Pollenproduktion beginnen.

Menschen mit Allergie-Symptomen sollten diese nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern rechtzeitig ihre Medikamente einnehmen.

Ausführliche Informationen zur Heuschnupfen-Behandlung

Informationen zum Ablauf einer allergenspezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung)

 

Quellen:

Zentrum Allergie und Umwelt (ZAUM), Technische Universität und Helmholtz Zentrum München: Pollenzählung Bayern

Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst: Wochenpollenvorhersage Jonas – 15.01.2020