Beta-2-Sympathomimetika

Wirkung

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Inhaler zur Allergie-Behandlung

Beta-2-Sympathomimetika oder -Agonisten gehören zu den Bronchien-erweiternden Wirkstoffen (Bronchodilatatoren). Ihre Bezeichnung haben sie von der Eigenschaft, sogenannte Beta-2-Rezeptoren zu aktivieren. Diese sind an der Reizweiterleitung in einem Teil des sympathischen Nervensystems (einer Komponente des vegetativen Nervensystems) beteiligt.

Beta-2-Sympathomimetika erweitern die verengten Bronchien durch Entspannung der glatten Muskulatur in der Bronchialwand. Zudem verbessern sie den Selbstreinigungsmechanismus der Bronchien und vermindern die Freisetzung von Bronchien-verengenden Botenstoffen aus Entzündungszellen. Darüber hinaus erweitern sie die Blutgefäße und steigern die Herzfrequenz. Nicht zuletzt beeinflussen sie auch Stoffwechselvorgänge, beispielsweise erhöhen sie die Insulin- und Blutzuckerkonzentration.

Anwendung

Beta-2-Sympathomimetika werden zumeist inhaliert als Dosieraerosol, Spray oder Lösung über Inhalatoren. Seltener werden sie auch systemisch, also in Tablettenform oder als Injektion angewendet. Sie sind gut wirksam zur Behandlung von Symptomen des allergischen Asthma.

Man unterscheidet kurz- und langwirksame Substanzen:

  • kurzwirksame Beta-2-Sympathomimetika (SABA = short acting beta2-agonist) mit raschem Wirkeintritt zur Bedarfsbehandlung akuter Symptome. Die Wirkung setzt innerhalb weniger Minuten ein und hält für etwa drei bis sechs Stunden an.
  • langwirksame Beta-2-Sympathomimetika (LABA = long acting beta2-agonist) zur Dauertherapie beziehungsweise Vorbeugung von Anfällen. Die Wirkung hält über ca. 12 bis 24 Stunden an. Die Substanzen werden häufig in Kombination mit einem inhalativen Glukokortikoid eingesetzt, da Beta-2-Sympathomimetika selbst keine antientzündliche Aktivität besitzen.

Wirkstoffe

Beispiele kurzwirksamer Beta-2-Symptathomimetika (SABA):

  • Fenoterol
  • Salbutamol
  • Terbutalin

Beispiele langwirksamer Beta-2-Sympathomimetika (LABA) zur Inhalation:

  • Formoterol
  • Salmetrol
  • Indacaterol
  • Vilanterol

LABA zur oralen Einnahme:

  • Bambuterol
  • Clenbuterol

Es stehen zahlreiche Kombinationspräparate aus langwirksamen Beta-2-Sympathomimetika und inhalativen Glukokortikoiden zur Verfügung.

Wichtige Nebenwirkungen und Nachteile

Typische Nebenwirkungen treten vorwiegend bei systemischer Anwendung auf. Dazu zählen Steigerung der Herzfrequenz (schneller Puls), Herzklopfen, Kopfschmerzen, Zittern, Unruhe, Übelkeit und Muskelkrämpfe.

Letzte Aktualisierung: 12. April 2017 / Quellen
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Quellen:
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  • Globale Initiative für Asthma (GINA): Leitfaden zum Management und zur Prävention von Asthma – die GINA-Leitlinien. Ein Leitfaden für Gesundheitsfachleute, aktualisiert 2016 (Letzter Abruf: 10.03.2017)
  • Zuberbier, T. et al. The EAACI/GA2LEN/EDF/WAO Guideline for the definition, classification, diagnosis, and management of urticaria: the 2013 revision and update. In: Allergy, 2014, 69 (7): 868-887
Letzte Aktualisierung:
12. April 2017
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Prof. Dr. Roland Buhl
Universitätsmedizin Mainz
Schwerpunkt Pneumologie
E-Mail:
roland.buhl noSp@m@unimedizin-mainz.de