Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten

Wirkung

Leukotriene sind entzündungsfördernde Botenstoffe, die – ähnlich wie Histamin – aus Mastzellen und anderen Immunzellen freigesetzt werden und bei der Entstehung vieler Symptome des allergischen Asthma bronchiale eine Rolle spielen.

Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten oder Antileukotriene, also Hemmstoffe der Leukotriene, heben die Wirkungen der Leukotriene auf und bewirken dadurch eine Besserung der Symptome, indem sie die Verengung der Bronchien sowie die übermäßige Sekretbildung und Reizbarkeit verringern. Die Wirkung ist schwächer als die von inhalativen Glukokortikoiden.

Anwendung

Der Wirkstoff wird als Tablette eingenommen und bevorzugt bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt. Anwendungsgebiet ist leichtes bis mittelschweres allergisches Asthma als Zusatztherapie zum Beispiel mit einem inhalierbaren Beta-2-Sympathomimetikum, wenn inhalative Glukokortikoide alleine zur Kontrolle des Asthmas nicht ausreichen. Er ist nicht geeignet bei schwerem Asthma oder im akuten Anfall.

Wirkstoff

Aktuell gibt es nur einen zugelassenen Wirkstoff aus der Gruppe der Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten: Montelukast.

Wichtige Nebenwirkungen und Nachteile

Bei gleichzeitiger Einnahme anderer Medikamente sind Wechselwirkungen zu beachten. Mögliche unerwünschte Wirkungen sind Kopf- und Bauchschmerzen, Schwindel und erhöhte Infektanfälligkeit der oberen Atemwege.

Letzte Aktualisierung: 12. April 2017 / Quellen
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Quellen:
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  • Zuberbier, T. et al. The EAACI/GA2LEN/EDF/WAO Guideline for the definition, classification, diagnosis, and management of urticaria: the 2013 revision and update. In: Allergy, 2014, 69 (7): 868-887
Letzte Aktualisierung:
12. April 2017
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Wissenschaftliche Beratung

Prof. Dr. Roland Buhl
Universitätsmedizin Mainz
Schwerpunkt Pneumologie
E-Mail:
roland.buhl noSp@m@unimedizin-mainz.de