Spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung)

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Die spezifische Immuntherapie (SIT), auch Hyposensibilisierung genannt, hat einen besonderen Stellenwert unter den Behandlungsverfahren allergischer Erkrankungen. Zum einen, weil es sich um einen ursächlichen (kausalen) Therapieansatz handelt; zum anderen, weil die SIT ganz spezifisch auf bestimmte Allergene abzielt. Somit werden nur bestimmte Anteile des Immunsystems beeinflusst.

Anders als bei der Therapie mit Medikamenten, die Beschwerden rasch, aber kurzfristig lindert, bessern sich die Symptome durch die SIT in der Regel erst nach längerer Therapiedauer. Die Wirkung hält jedoch in der Regel über die Behandlungszeit hinaus an. Solange die Beschwerden noch nicht ausreichend abgeklungen sind, ist es meist notwendig, die SIT mit einer medikamentösen Allergie-Therapie zu kombinieren.

Schema zum Stellenwert der Allergenvermeidung sowie der spezifischen Immuntherapie und Behandlung mit Medikamenten, veranschaulicht durch unterschiedlich große Kreise

Kurz erklärt:

Die symptomatische Behandlung mit antiallergischen Wirkstoffen bessert nur die Beschwerden, die SIT zielt hingegen auf die Erkrankungsursachen ab.

Zur (allergen-)spezifischen Immuntherapie bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen gibt es eine wissenschaftliche Leitlinie mit Empfehlungen, die von Fachgesellschaften mehrerer medizinischer Fachgebiete aus den DACH-Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz) gemeinsam erarbeitet und herausgegeben wurden.

Eine neuere und international gebräuchliche Bezeichnungen für die spezifische Immuntherapie ist Allergen-Immuntherapie (AIT). Weitere, weniger gebräuchliche Begriffe sind allergenspezifische Immuntherapie (ASIT) oder Allergen-Impfung, Hyposensibilisierung, früher auch Desensibilisierung.

Letzte Aktualisierung: 06.12.2018 / Quellen
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Quellen:

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  • Trautmann A., Kleine-Tebbe J.: Allergologie in Klinik und Praxis. Thieme Verlag Stuttgart, 3. Aufl. 2018. ISBN9873131421838 
Letzte Aktualisierung:
06.12.2018

Die hier aufgeführten Leitlinien und Aufsätze richten sich, so nicht ausdrücklich anders vermerkt, an Fachkreise. Ein Teil der hier angegebenen Aufsätze ist in englischer Sprache verfasst.

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