Ablauf der spezifischen Immuntherapie

Gut zu wissen:

Eine SIT bei Pollenallergie sollte mehrere Monate vor Beginn der Pollensaison, also in der Regel im Spätsommer bis Herbst begonnen werden.

Bei ganzjährigen Beschwerden kann eine Hyposensibilisierung im Prinzip jederzeit begonnen und fortgesetzt werden. Bei Pollenallergie sollte man nicht während der Pollensaison beginnen, sondern bereits mehrere Monate vorher, also in der Regel im Spätsommer bis Herbst. Da es während der Pollenflugsaison zu einer unkontrollierbaren zusätzlichen Einwirkung von Allergenen kommt, kann die bis dahin erreichte Dosis – vor allem bei der subkutanen Immuntherapie (SCIT) – vorübergehend reduziert werden.

Bei der SCIT richten sich die zeitlichen Abstände zwischen den Injektionen im Wesentlichen nach der Art der Allergenextrakt-Lösung und der Verträglichkeit. Solange die Dosis noch gesteigert wird, sind die Abstände kürzer (je nach Präparat zwischen drei Tagen und zwei Wochen). Zudem ist eine Kurzzeittherapie möglich. Während der Erhaltungsphase, das heißt wenn die maximale verträgliche Dosis erreicht ist, verlängern sich die Intervalle auf vier bis acht Wochen.

Bei der SCIT wird die Ärztin/der Arzt die Betroffenen vor jeder neuen Injektion fragen, wie sie die letzte Dosis vertragen haben, ob aktuell Infekte oder andere Erkrankungen vorliegen, ob neue Medikamente angewendet werden und wie die aktuellen Symptome der allergischen Erkrankung sind.

Schema zu den Abläufen der subkutanen und sublingualen spezifischen Immuntherapie

Quellen:

Die hier aufgeführten Leitlinien und Aufsätze richten sich, so nicht ausdrücklich anders vermerkt, an Fachkreise. Ein Teil der hier angegebenen Aufsätze ist in englischer Sprache verfasst.

  • Biedermann, T et al. (Hrsg., 2016): Allergologie. Springer, Berlin/Heidelberg, 2. Aufl., ISBN 9783642372025 
  • Darsow U., Raap U. (Hrsg., 2016): Allergologie kompakt. Dustri-Verlag, München-Deisenhofen
  • Feuille, E., Nowak-Wegrzyn, A.: Allergen-Specific Immunotherapies for Food Allergy. In: Allergy Asthma Immunol Res 2018, 10(3): 189-206
  • Klimek, L.; Vogelberg, C.; Werfel, T. (Hrsg., 2019): Weißbuch Allergie in Deutschland. - 4. Aufl. Springer, ISBN: 9783899353129
  • Pfaar, O. et al.: S2k-Leitlinie zur (allergen-) spezifischen Immuntherapie bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen. Allergo J Int 2014; 23: 282 
  • Pajno, G.B., et al. EAACI Guidelines on allergen immunotherapy: IgE-mediated food allergy. In: Allergy 2018; 73(4): 799-815.Pfaar, O., et al. Perspectives in allergen immunotherapy: 2017 and beyond. In: Allergy 2018; 73 Suppl 104: 5-23. 
  • Roberts, G., et al. EAACI Guidelines on Allergen Immunotherapy: Allergic rhinoconjunctivitis. In: Allergy 2018; 73(4): 765-798.
  • Trautmann A., Kleine-Tebbe J.: Allergologie in Klinik und Praxis. Thieme Verlag Stuttgart, 3. Aufl. 2018. ISBN9873131421838 

Letzte Aktualisierung:

06.12.2018

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Wissenschaftliche Beratung

Prof. Dr. Jörg Kleine-Tebbe

Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie e.V.
Allergie- u. Asthma-Zentrum Westend

E-Mail: kleine-tebbenoSp@m@allergie-experten.de

Weiterführende Informationen zur spezifischen Immuntherapie

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